Shuttle-Mission
Flickarbeiten an der Endeavour

Jetzt müssen die Astronauten der US-Raumfähre „Endeavour“ zum Flickzeug greifen: Der vierte Außeneinsatz der aktuellen Mission dient der Erprobung einer neuen Technik zur Reparatur beschädigter Hitzekacheln. Damit sollen mögliche Schäden des Hitzeschilds beim Start beseitigt werden.

HB CAPE CANAVERAL. Die Astronauten der US-Raumfähre „Endeavour“ haben sich am Donnerstag auf einen komplexen Reparatureinsatz im freien All vorbereitet. Zwei Besatzungsmitglieder sollten am späten Abend den vierten Außenbordeinsatz des knapp zweiwöchigen Aufenthaltes an der Internationalen Raumstation (ISS) durchführen.

Dabei ging es darum, eine Reparaturtechnik zu erproben: Die Astronauten sollten mit einer speziellen lachsfarbenen Fugenmasse absichtlich beschädigte Hitzeschilder an der Raumfähre wieder instandsetzen. Die Technik wurde nach dem Desaster der „Columbia“ entwickelt, die beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre wegen ähnlicher Mängel explodierte. „Das in unserer Trickkiste zu haben ist hilfreich“, sagte der Astronaut Robert Behnken am Mittwoch.

Zusammen mit Michael Foreman wird er die Technik erstmals unter Realbedingungen in der Schwerelosigkeit testen. Das Experiment sollte bereits im vergangenen Jahr durchgeführt werden, musste wegen dringender Reparaturen aber verschoben werden.

Für Samstag ist ein fünfter und letzer Außeneinsatz geplant. Die 16-tägige Reise der „Endeavour“ ist der zweite von sechs geplanten Shuttle-Einsätzen in diesem Jahr. „Endeavour“-Astronaut Garrett Reisman bleibt noch bis Juni an Bord der ISS. Er löst seinen französischen Kollegen Léopold Eyharts ab, der mit der Raumfähre zur Erde zurückkehren wird.

Die ISS soll bis 2010 fertiggestellt sein. Danach will die NASA ihre Raumfähren stilllegen.

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