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Siamesischer Zwilling Lea: Zustand kritisch

Das Siamesische Zwillingsmädchen Lea war auch drei Tage nach der Trennung von ihrer Schwester Tabea noch nicht außer Lebensgefahr. Ihr Zustand sei weiterhin „kritisch, aber stabil“.

dpa BALTIMORE. Das Siamesische Zwillingsmädchen Lea war auch drei Tage nach der Trennung von ihrer Schwester Tabea noch nicht außer Lebensgefahr. Ihr Zustand sei weiterhin „kritisch, aber stabil“.

Das teilte das Kinderhospital der Johns Hopkins Universität in Baltimore (US-Bundesstaat Maryland) am Samstagmorgen (Ortszeit) mit. Tabea aus Lemgo in Nordrhein-Westfalen hatte die insgesamt rund 30-stündige Operation nicht überlebt. Sie starb am frühen Donnerstag, kurz nachdem sie aus dem Operationssaal gefahren worden war. Als Todesursache gab der Leiter des Chirurgenteams, Benjamin Carson, unregelmäßige Herzschläge und hohen Blutverlust während des Marathoneingriffes an. Die Zwillinge waren an der Schädeldecke zusammengewachsen und teilten sich die größeren Blutgefäße im Hirn.

Lea muss nach Auskunft von Carson noch mehrmals operiert werden, damit ihre Schädeldecke endgültig geschlossen und der Kopf normal geformt werden kann. Nach ihrer Entlassung aus der Uniklinik „in einigen Wochen oder Monaten“ darf sie nach Lemgo zurückkehren und wird anschließend von deutschen Ärzten betreut. Der Neurologe Tilman Poster und der Kinderarzt Martin Bruns hatten die Eltern in die USA begleitet, um ihnen die Trennungsprozedur und den anschließenden Zustand der Kinder erläutern zu können.

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