Sicherheitsmaßnahmen
Höhere Sicherheit beim Check-in

Gute Nachrichten für Reisende und Flughafenpersonal: Künftig dürften die lästigen Warteschlangen beim Einchecken deutlich kürzer ausfallen. So genannte High-Tech-Röntgenapparate fertigen Bilder aus mehreren Perspektiven an – und minimieren die Unsicherheit beim Einchecken.

BERLIN. Die verschärften Sicherheitsmaßnahmen an Flughäfen seit November vergangenen Jahres dürfte auch zu Weihnachten vielen Fernreisenden den Spaß am Fliegen verderben. Denn die komplizierten Vorschriften zum Transport von Flüssigkeiten im Handgepäck sorgen nach wie vor für Verwirrung. Mancher sah sich gezwungen, teures Parfüm bei der Kontrolle wegzuschütten oder literweise Getränke vor den Augen des Sicherheitspersonals zu trinken.

Nun verspricht die moderne Technik Abhilfe. Die amerikanische Behörde für Transportsicherheit (TSA) ist optimistisch, dass im nächsten Jahr High-Tech-Röntgenapparate in der Lage sein werden, Bilder des Gepäckinhalts aus mehreren Perspektiven anzufertigen. Damit ließe sich dann die Art der Flüssigkeit in einer Flasche viel besser bestimmen als mit den gängigen Einstrahlgeräten, die Aufnahmen aus einem einzigen Blickwinkel anfertigen und die Unsicherheit beim Einchecken auf ein Minimum reduzieren.

Gute Nachrichten also für die Reisebranche und die Flughäfen: Die lästigen Einschränkungen könnten obsolet werden, die Schlangen an der Abfertigung kürzer werden und möglicherweise kann Sicherheitspersonal eingespart werden. Aber auch Vater Staat zählt zu den finanziellen Gewinnern, denn im Vergleich zu anderen Systemen zur Sprengstoffidentifizierung kosten die neuen Geräte nur einen Bruchteil.

Getestet werden die Systeme an drei US-Flughäfen, darunter der Reagan Airport in Washington DC. Dabei kommen je sieben Geräte der drei Hersteller L3 Communications, Rapiscan Systems und Smiths Detection zum Einsatz. Die Technik wird bei eingechecktem Gepäck schon seit zehn Jahren erfolgreich eingesetzt. Allerdings steht für die riesigen Apparate in den unterirdischen Hallen der Flughäfen viel Platz zur Verfügung, im Gegenteil zum engen Kontrollbereich für das Handgepäck. „Die Anpassung auf den räumlich beengteren öffentlichen Bereich ist nicht so einfach“, sagt Stefan Aust, Leiter des Produktmanagements bei Smiths Heimann, der deutschen Tochter von Smiths Detection. Die Muttergesellschaft stellt zurzeit die Hälfte aller Geräte an den knapp 3 000 Kontrollpunkten in zivilen US-Flughäfen.

Welche der konkurrierenden Techniken eingesetzt werden ist noch offen. Nach Einschätzung von TSA-Pressesprecher Christopher White ist es „eine Herausforderung, die Technologie in einem anderen Umfeld einzusetzen.“ Außerdem macht die schiere Masse von Gepäckstücken zu schaffen. Täglich werden im US-Luftverkehr rund 3,5 Millionen Teile kontrolliert – dabei handelt es sich mehrheitlich um Handgepäck. Sind diese Probleme gelöst, verspricht sich die Behörde ein Mehr an Sicherheit und schnellere Kontrollen.

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