Sicherheitsstandards für Stromspeicher
Ladetechnik schützt Akkus vor Überhitzen

Des einen Freud ist des anderen Leid. Während sich viele Dell- und Apple-Notebookbesitzer nach der Rückrufaktion der defekten Sony-Akkus über einen neuen Stromspeicher freuen dürfen, beraten die Hersteller darüber, wie sie künftig solch teure Aktionen verhindern können.

DÜSSELDORF. Dabei haben die Computerbauer nur eine Chance: Sie können versuchen über verschärfte Standards die Hersteller dazu zu bringen, ihre Akkus sicherer zu gestalten.

Lithium-Ionen-Akkus repräsentieren die Königsklasse unter den mobilen Stromspeichern. Sie besitzen die höchste Energiedichte unter den für den Massenmarkt produzierten Stromzellen. Das heißt: lange Betriebszeiten bei geringem Gewicht. Daher sind sie ein zentraler Baustein für die Energieversorgung mobiler Geräte. Eine Alternative zu Lithium-Ionen-Akkus, die in den vergangenen Jahren bis an die Leistungsgrenze optimiert worden sind, ist nicht in Sicht. Mikro-Brennstoffzellen, die bereits vor drei Jahren für Laptops angekündigt worden sind, haben den Prototyp-Status noch nicht verlassen (siehe Artikel unten).

„Computerfirmen wie Dell und Apple bleibt nichts anderes übrig, als sich durch schärfere Sicherheitsstandards vor teuren Rückrufaktionen zu schützen“, sagt Jens Tübke, Akkuexperte beim Fraunhofer-Institut für Chemische Technologien in Karlsruhe. Zusammen mit anderen Herstellern mobiler Multimediageräte in der IPC-Association Connecting Electronics Industries, einem Zusammenschluss von 2 400 Elektronik-Firmen, wollen die PC-Hersteller einen einheitlichen Standard für Lithium-Ionen-Akkus durchsetzen. Der soll dazu beitragen, dass Brände künftig nicht mehr vorkommen.

Wie bei allen Batterien wird auch bei Lithium-Ionen-Akkus der Strom durch chemische Reaktionen erzeugt. Eine dünne Schicht von beispielsweise Lithium-Cobalt-Oxid dient als Kathode, Graphit als Anode. Ein poröser Isolator trennt die von stromleitendem, flüssigem Lithium-Salz-Elektrolyt umgebenen Elektroden. Beim Laden wandern die geladenen Ionen von der Kathode zur Anode und im Betrieb wieder zurück.

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