Sicherheitstechnik
Personenerkennung verbessert

Angesichts der Terrorängste wächst der Markt für Sicherheitstechniken deutlich. Hoffnungsträger ist eine neue Generation biometrischer Verfahren, die Zugangsverfahren sicherer und effizienter machen sollen.

HAMBURG. Die IT-Branche rechnet für 2010 mit einem weltweiten Jahresumsatz von mehr als 40 Mrd. Euro. Im vergangenen Jahr lag der Umsatz noch bei 27 Mrd. Euro. Hoffnungsträger ist eine neue Generation biometrischer Verfahren, die Zugangsverfahren sicherer und effizienter machen sollen.

Beispiel Gesichtserkennung: Die seit November 2005 ausgestellten Pässe der Bundesrepublik enthalten erstmals biometrische Informationen. Doch die gespeicherten Gesichtsdaten stammen vom Passfoto. Und Gesichtserkennungsverfahren, die lediglich zweidimensional arbeiten, bringen Probleme mit sich. Der Lichteinfall oder die Neigung des Kopfes beeinflussen massiv die Erkennungsqualität. Sicherer sind Verfahren, die auf einer dreidimensionalen Erfassung des Kopfes basieren.

Die Europäische Union investiert deshalb derzeit 12 Millionen Euro in das Projekt 3D Face, bei dem zwölf Unternehmen und Forschungsinstitute aus fünf europäischen Ländern zusammen arbeiten. Neben Fraunhofer-Forschern arbeiten hier unter anderem die Bundesdruckerei, Cognitec Systems aus Dresden und der französische Rüstungselektronikhersteller Sagem Defense Securite zusammen.

Die Entwickler nutzen Verfahren aus der Werkzeugtechnik, um einen Kopf in räumlicher Tiefe zu erfassen. Durch die zusätzlich erfassten Informationen etwa zum Profil, zur Wangenkrümmung und zur Gesichtsfarbe sinkt die Fehleranfälligkeit des Verfahrens. Das System arbeitet auch bei schlechter Beleuchtung oder wenn sich die Person bewegt. Auch das Problem, dass sich das Aussehen eines Menschen mit dem Alter ändert, wird gelöst. Viele neue Referenzpunkte, die nun zur Erkennung hinzu gezogen werden, verändern sich nur wenig, etwa die Kopfform. Zudem merkt die Maschine sofort, wenn sie mit einem einfachen Foto getäuscht werden soll.

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