Siemens testet neues Informationssystem
Elektronischer Lageplan weist Piloten den Weg

In der Luft kennen Piloten ihre genaue Flugroute. Am Boden wird die Orientierung schon schwieriger. Um die vorgesehene Parkposition zu finden, ist die Crew auf Schilder, Bodenbefeuerung, Papierlagepläne, Radar oder Anweisungen des Towers angewiesen.

HB DÜSSELDORF. Siemens hat jetzt zusammen mit der Deutschen Flugsicherung am Flughafen Hannover eine elektronische Lösung getestet, die Piloten die Navigation am Boden erleichtert und den Lotsen im Tower die Überwachung: Dabei hängen Mobilfunk-Nachrichten als elektronische Wegweiser quasi in der Luft.

Die Siemens-Entwickler nutzen dabei die Möglichkeit, Mobilfunk-Nachrichten für definierte Empfänger an bestimmten Orten zu hinterlegen. Die Nachricht wird dem betreffenden Empfänger erst dann zugestellt, wenn er den definierten Ort erreicht.

Auf den Flugverkehr übertragen funktioniert das so: Beim Landeanflug auf den Flughafen oder auf dem Rollfeld schnappt die Maschine den aktuellen Plan des Flughafens mit der vorgesehenen Parkposition und dem Rollweg inklusive aller Baustellen und Sperrungen. Der digitale Anfahrtsplan erscheint auf einem Bildschirm im Cockpit, die Besatzung muss ihm nur noch folgen. Das System funktioniert auch in die andere Richtung – von der Abstellposition zur Startbahn.

Mit dem neuen Informationssystem kommen die Maschinen und Passagiere nicht nur schneller ans Gate, sondern Flughäfen und Flugsicherung könnten mit der Technik langfristig auf das Bodenradar, auf Sensoren und Empfangsanlagen verzichten. Besonders profitieren könnten laut Siemens Flughäfen, die noch keine Technik zur Bodenüberwachung angeschafft haben.

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