Skurrile „Nobelpreise“ verliehen
Oralsex und der Fluch der Gebärenden

Oralsex bei Flughunden und die schmerzlindernde Wirkung des Fluchens gehören zu jenen Forschungsgebieten, die mit dem diesjährigen „Ig-Nobelpreis“ geehrt wurden. Die Auszeichnungen für besonders skurrile Forschungen werden alljährlich an der amerikanischen Elite-Universität Harvard verliehen. In diesem Jahr zeigten sich nur die Träger des Ig-Wirtschaftsnobelpreises humorlos.
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HB BOSTON. Kurz vor der Verleihung der „richtigen“ Nobelpreise in der kommenden Woche sind an der amerikanischen Elite-Universität Harvard die höchsten Auszeichnungen für unwahrscheinliche und skurrile Forschungsarbeiten, die Ig-Nobelpreise, verliehen worden. Zu der Festveranstaltung in Boston kamen am Donnerstag bis auf eine Ausnahme alle Preisträger, und wie seit einigen Jahren üblich wurden die Preise von richtigen Nobelpreisträgern überreicht.

„Ig-Nobel“ ist ein Wortspiel mit „ignoble“, was unwürdig, schmachvoll und schändlich bedeuten kann. Den Ig-Friedensnobelpreis gewannen Professor Richard Stephens und seine Studenten für die von ihnen nun wissenschaftlich untermauerte Erkenntnis, dass Fluchen schmerzlindernd wirken kann.

Der Professor machte die Erfahrung, als er sich mit dem Hammer auf den Daumen schlug und ihm dabei ein nicht druckbarer Fluch entfuhr, nach dem er sich aber besser fühlte. Kurz darauf brachte seine Frau die gemeinsame Tochter zur Welt und bei den besonders langen und schmerzhaften Wehen soll sie so geflucht haben, dass selbst ein Seemann errötet wäre.

Sie habe sich danach bei der Hebamme entschuldigt, die allerdings gemeint habe, das sei doch nichts Besonderes, berichtete Stephens und fügte wissenschaftlich ernst hinzu: „Was wir denken ist, dass beim Fluchen eine innere Reaktion in einem selbst erzeugt wird, die das Nervensystem anregt und eine Kampf- oder Fluchtreaktion auslöst.“

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