Sojus-Absturz
Odyssee im Weltall?

Nach dem Absturz eines russischen Transportschiffs müssen sich die Astronauten auf der ISS wie auf einer Odyssee im Weltall fühlen. Als erstes könnte es Probleme mit der Köperpflege geben.
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DüsseldorfAuch nach dem Absturz eines russischen Versorgungstransporters für die Raumstation ISS müssen die Astronauten an Bord der Station keinen Mangel leiden. Die Raumstation sei ausreichend mit Vorräten versehen, so dass bis zum Flug eines europäischen Transportschiffs – geplanter Start im kommenden Februar – alle sechs Crewmitglieder versorgt werden können, sagte Nasa-Manager Mike Suffredini auf einer Pressekonferenz nach dem Sojus-Absturz am Mittwoch.

Und selbst bei einem längeren Aussetzen der Versorgungsflüge würde es den Raumfahrern zunächst nicht an Wasser, Nahrung oder Sauerstoff mangeln. Sorgen müsste sich die Crew eher um die tägliche Körperpflege: Laut Suffredini würden als erstes bestimmte Toilette-Artikel an Bord knapp werden.

Trotzdem hat der Verlust der unbemannten Sojus die Nasa-Verantwortlichen aufgeschreckt. Denn zumindest die dritte Stufe der abgestürzten Rakete ist in Teilen baugleich mit dem Modell, das Menschen ins All befördert. Und nach dem Ende der Shuttle-Ära sind nur die russischen Sojus-Kapseln derzeit in der Lage, Raumfahrer zur ISS befördert wird – russische wie amerikanische.

Entsprechend gespannt blickt die Nasa auf die Arbeit der Kommission, die die russische Weltraumagentur mit der Untersuchung des Fehlschlags beauftragt hat. Bis zur genauen Klärung der Ursache sind alle Sojus-Starts erst einmal auf Eis gelegt. „Natürlich bin ich enttäuscht über den Verlust eines Raumschiffs. Aber ich denke, wir haken dieses eine ab, lernen daraus und gehen weiter voran“, gab sich Suffredini vorsichtig optimistisch.

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