Sojus-Raumschiff auf Kurs
US-Millionär startet ein zweites Mal zur ISS

Als erster Weltraumtourist ist der US-Millionär Charles Simonyi zu einem zweiten Urlaub in der Erdumlaufbahn aufgebrochen. Der 60-Jährige hob am Donnerstag an Bord einer russischen Sojus TMA-14 zur internationalen Raumstation ISS ab.
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HB MOSKAU/WASHINGTON. Der amerikanische Millionär Charles Simonyi (60) kann vom Weltall nicht genug bekommen. Zum zweiten Mal trat der aus Ungarn stammende Software-Entwickler am Donnerstag die weite Reise zur Internationalen Raumstation ISS an.

Simonyi startete planmäßig mit dem russischen Kosmonauten Gennadi Padalka und US- Astronaut Michael Barratt vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan, wie die Flugleitzentrale bei Moskau mitteilte.

Der reiche Mitflieger ist der erste Weltraumtourist, der sich den Trip gleich zweimal leistet. Simonyi zahlte nach eigenen Angaben 35 Mio. US-Dollar (26 Mio. Euro) für das einwöchige Vergnügen. Das sind etwa zehn Mio. Dollar mehr als bei seiner ersten Weltraumreise vor zwei Jahren.

Simonyis 28-jährige Ehefrau brach während des Starts in Kasachstan in Tränen aus. Während die Rakete in den grauen Himmel verschwand, umarmte die junge Schwedin ihre Angehörigen. Simonyi hatte zuvor angekündigt, er wolle nach dieser Reise den Raumanzug endgültig an den Nagel hängen. „Ich kann kein drittes Mal fliegen, weil ich gerade geheiratet habe und Zeit mit meiner Familie verbringen muss.“

Die von Baikonur gestartete Sojus soll nach zweitägigem Kreisen in der Erdumlaufbahn am Samstag an der ISS andocken. Der Start verlief reibungslos. Die Trägerrakete erreichte neun Minuten später die Erdumlaufbahn. Live-Bilder aus der Sojus-Kapsel zeigten lächelnde und winkende Raumfahrer.

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