Sojus statt Shuttle?
Hoffnungsschimmer für Astronaut Reiter

Die russische Raumfahrtbehörde wird dem deutschen Astronauten Thomas Reiter eventuell einen Platz beim Sojus-Flug zur Internationalen Raumstation ISS im Oktober einräumen.

dpa MOSKAU. Roskosmos-Chef Anatoli Perminow sagte am Mittwoch in Moskau, darüber solle mit der Europäischen Raumfahrtagentur Esa bei der Moskauer Luftfahrtschau MKS Mitte August entschieden werden.

„Mit der Sojus im Oktober zu fliegen wäre aus meiner Sicht kein Problem“, sagte Reiter der dpa zu diesem Hoffnungsschimmer. Der Esa-Astronaut ist eigentlich auf dem US-Shuttle „Atlantis“ eingeplant, dessen Start jedoch wegen der aktuellen Probleme der Raumfähren in den Sternen steht. Der Deutsche bereitet sich im Trainingszentrum der russischen Kosmonauten, dem Sternenstädtchen bei Moskau, als erster Europäer auf einen ISS-Langzeiteinsatz vor.

Ob ein Flug mit der Sojus im Oktober „von den politischen Rahmenbedigungen möglich ist, kann ich nicht beurteilen“, sagte Reiter. Er sei aber für die bewährte russische Kapsel ausgebildet. „Vorteil eines Sojus-Fluges wäre, dass ich von Anfang an mit meiner Langzeitcrew zusammen wäre.“

Die Raumfähre „Discovery“ habe auf ihrem Flug genug Sauerstoff und Wasser zur ISS gebracht, so dass dort wieder drei Raumfahrer leben könnten, sagten Esa-Experten. Nach dem Absturz der Raumfähre „Columbia“ 2003 hatten nur jeweils zwei Astronauten Stellung auf der ISS gehalten.

Zu der riskanten Außenreparatur an der „Discovery“ am Mittwoch sagte Reiter optimistisch: „Die Astronauten im Orbit haben diese Außeneinsätze auf der Erde schon lange trainiert.“

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