Solarflugzeug
Rückschlag für „Solar Impulse“

Gegenwind und technische Probleme haben das Schweizer Solarflugzeug auf einem Flug nach Paris zur Umkehr gezwungen. Doch der Erfahrungsschatz wächst: Immer besser kann das Team die Risiken einschätzen.
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Brüssel Pilot André Borschberg brachte die Maschine am späten Samstagabend sicher zum Startflughafen Brüssel-Zaventem zurück. Der Flug dauerte gut fünf Stunden, wie die Veranstalter berichteten.

Der einsitzige Ökoflieger soll nun an diesem Dienstagmorgen wieder starten. Die nur von Sonnenenergie getriebene „Solar Impulse“ soll auf der internationalen Flugschau in Le Bourget bei Paris gezeigt werden. Die Schau wird am 20. Juni ihre Pforten öffnen.

Die Tragflächen des Flugzeugs haben eine Spannweite von 64 Metern - etwa die eines Langstrecken-Airbus A340. Allerdings wiegt die Maschine nur 1,6 Tonnen. Das Flugzeug wird von vier Elektromotoren mit einer Leistung von je etwa zehn PS vorangetrieben, die ihre Energie aus 12.000 Sonnenzellen auf den Tragflächen beziehen.

Die „Solar Impulse“ war von Zaventem aus zu ihrem zweiten internationalen Flug gestartet. Das schlechte Wetter wirkte sich auf die Batterien aus. Flugleiter Raymond Clerc sagte: „Wir haben gesehen, dass wir nicht ausreichend Energie hatten, um sicher nach Le Bourget zu gelangen. Es gab keinen geeigneten Flughafen auf der Hälfte der Strecke, und so war die Rückkehr die sicherste Lösung.“

Der Flug war, so die Internetseite von „Solar Impulse“, von Anfang an schwierig. Borschberg konnte das Fahrwerk nicht einfahren - deshalb flog die Maschine langsamer und verbrauchte mehr Energie. Wegen der Wolkendecke konnte der Flieger zudem nicht so hoch aufsteigen wie geplant. Das Flugzeug hatte bereits den französischen Luftraum erreicht und drehte über der Stadt Bavay um.

Pilot Borschberg sagte: „Das ist ein experimentelles Vorhaben, deshalb machen wir Versuche, die nicht immer erfolgreich sind.“ Der Mit-Initiator und Flugpionier Bertrand Piccard ergänzte: „Die Erfolge der ersten Flüge haben zum falschen Eindruck geführt, wonach die Dinge einfach sind.“ Das Flugzeug flog mit einem durchschnittlichen Tempo von 40 Stundenkilometern in einer Höhe von gut 900 Metern.

Die „Solar Impulse“ war Mitte Mai in knapp 13 Stunden von der Schweiz nach Brüssel geflogen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Der "Solar Impulse" ist ein weitgehend sinnfreies Experiment, das nur beweist, dass mit der gegenwärtigen Solartechnik zur Not "geflogen" werden kann. Allerdings macht jede kräftigere Brise eine freie Kurswahl zunichte - wie beim Ballonfahren. Und schon bei ganz normalen Turbulenzen möchte ich nicht mehr in diesem Flugzeug sitzen, weil es da ziemlich schnell unsteuerbar ist und wahrscheinlich auch strukturelle Festigkeitsprobleme bekommt. Bei der ganzen Sache handelt es sich eher um ein PR-Experiment für die Solarbranche, spektakulär, aber nicht zielführend.

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