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Sonnenflecken-Foto zeigt spektakuläre Gasstrukturen

Der Freiburger Student Friedrich Wöger hat am US-Sonnenobservatorium NSO ein extrem detailreiches Foto eines Sonnenflecks aufgenommen. Das Bild enthüllt spektakuläre Gasstrukturen des Sonnenflecks AR 10 805, der etwa den doppelten Erddurchmesser besitzt.

dpa FREIBURG/SUNSPOT. Der Freiburger Student Friedrich Wöger hat am US-Sonnenobservatorium NSO ein extrem detailreiches Foto eines Sonnenflecks aufgenommen. Das Bild enthüllt spektakuläre Gasstrukturen des Sonnenflecks AR 10 805, der etwa den doppelten Erddurchmesser besitzt.

Dank der so genannten adaptiven Optik, die die Luftunruhe in der irdischen Atmosphäre weitgehend ausschaltet, sind unter anderem die dunklen Fasern und die hellen Körnchen der Fleckenregion scharf zu erkennen. Nur über diese Details lasse sich das komplizierte Magnetfeld der Sonnenflecken untersuchen, betonte das NSO in Sunspot (US-Staat New Mexico).

Darüber hinaus deuten die Aufnahmen auf kleine magnetische Flussschläuche zwischen den Säulen aufsteigenden Gases am Rand des Sonnenflecks hin. Wöger vom Kiepenheuer-Institut für Sonnenphysik an der Universität Freiburg arbeitet zurzeit als Sommerstudent am NSO.

Sonnenflecken sind Störungen in der Sonnenatmosphäre, die mit starken lokalen Magnetfeldern einhergehen. Sie strahlen im Vergleich zur Umgebung nur ein Bruchteil des Lichts aus und erscheinen daher dunkler. Der Kern (Umbra) ist in der Regel umgeben von einer weniger dunklen Region (Penumbra). Die kleinsten Sonnenflecken sind nach Angaben des „Brockhaus Naturwissenschaft und Technik“ etwa 1 000 Kilometer groß, die größten können 200 000 Kilometer erreichen.

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