Sonnenkollektoren
Röhren fangen die Sonne ein

Vakuum-Röhrenkollektoren waren bisher effektiv, aber teuer. Ein sächsischer Leuchtenbauer hat jetzt ein Verfahren entwickelt, mit dem die Kollektoren billiger gefertigt werden können. Künftig könnte die Aufbereitung von heißem Wasser mit Sonnenenergie auch für Betriebe eine interessante Alternative zur Erwärmung mit Strom, Öl oder Gas werden.

DRESDEN. Mit steigenden Energiepreisen lohnt es sich, die Kraft der Sonne nicht nur zum Erwärmen des Duschwassers und zum Waschen zu nutzen, sondern auch zum Erhitzen von Prozesswasser in Betrieben. Die hohen Temperaturen, die in Wäschereien oder Krankenhäusern benötigt werden, erzielt man jedoch nur mit Spezialkollektoren, so genannten Vakuum-Röhrenkollektoren. „Diese sind effektiv, aber teuer“, sagt Solarexperte der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, Roland Digel. Der sächsische Leuchtenbauer Narva hat jetzt ein Verfahren entwickelt, mit dem die effizienten Sonnenkollektoren billiger gefertigt werden können. Damit könnte die Aufbereitung von heißem Wasser mit Sonnenenergie künftig auch für Betriebe eine interessante Alternative zur Erwärmung mit Strom, Öl oder Gas werden.

Wichtigster Bestandteil eines Kollektors ist der Absorber, der die Lichtenergie der Sonne in Wärme umwandelt und damit das durchfließende Wasser aufheizt. Um Wärmeverluste zu reduzieren, ist eine gute Wärmedämmung des Absorbers gegenüber der Umgebung notwendig.

Eine weit verbreitete und relativ preisgünstige Technik für das Erwärmen von Wasser mit Hilfe von Sonnenenergie sind so genannte Flachkollektoren. Sie werden meist auf Dächern von Wohnhäusern installiert und versorgen die Bewohner im Sommer mit warmem Wasser fürs Duschen oder Waschen.

Mit den Flachkollektoren lassen sich aber keine hohen Wassertemperaturen erzielen, wie sie oft in Betrieben benötigt werden, weil sie nicht so gut isoliert sind. Hier werden so genannte Vakuum-Röhrenkollektoren benötigt, bei denen Wärmeverluste durch ein Vakuum in einer Glasröhre so weit reduziert wurden, dass je nach Konstruktion des Kollektors Absorbertemperaturen zwischen 330 und 450 Grad Celsius erreicht werden.

Trotz des hohen Wirkungsgrades, waren diese Spezialkollektoren bislang zu teuer. Das soll sich bald ändern. Mit dem neuen, hochautomatisierten Produktionsverfahren, das Narva entwickelt hat, können die Vakuum-Röhrenkollektoren deutlich billiger hergestellt werden. Laut Narva-Geschäftsführer Gerhard Mientkewitz wird der neue Kollektor aber nicht die Flachkollektoren ablösen. Er hat vor allem gewerbliche Anwendungen im Blick, bei denen es auf hohe Wassertemperaturen ankommt.

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