SpaceShipTwo
Privatflugzeug für den Ausflug ins All

Der britische Milliardär Richard Branson will den Weltraum für Privatreisende erschließen. In seinem Raumschiff „SpaceShipTwo“ soll der Trip ins All für 200 000 Dollar zu haben sein. 300 Interessenten haben bereits gebucht, darunter eine deutsche Unternehmerin.
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HB WASHINGTON. Touristen können bald zu den Sternen fliegen: Der britische Milliardär Richard Branson enthüllt sein erstes Raumschiff für private Kurztrips durchs Weltall. Die „SpaceShipTwo“ sollte am Montagabend (zwischen 23.00 und 3.00 MEZ) in der Mojave-Wüste im US-Bundesstaat Kalifornien vorgestellt werden. Mit dabei ist die Unternehmerin Sonja Rohde aus Hagen in Nordrhein-Westfalen, die bereits ein Ticket als „Privatastronautin“ gebucht hat.

„Ich kann es kaum fassen, dass die erste Reise jetzt in greifbare Nähe rückt“, sagte die 34-Jährige wenige Stunden vor der Enthüllung der Nachrichtenagentur dpa. „Zum einen ist dieser Flug durchs All ein Kindheitstraum von mir - zum anderen habe ich die Entwicklung des Raumschiffs von seinen Kinderschuhen an miterlebt.“

Im „SpaceShipTwo“ können zwei Piloten und sechs Passagiere Platz finden. Nach Testflügen im kommenden Jahr soll das Shuttle spätestens 2012 zur ersten Reise mit Weltraumtouristen an Bord starten. Der Preis für das etwa zweieinhalbstündige Abenteuer liegt Bransons Unternehmen Virgin Galactic zufolge bei rund 200 000 Dollar (umgerechnet etwa 135 000 Euro).

„SpaceShipTwo“ soll mit dem Trägerflugzeug „WhiteKnightTwo“ in etwa 15 Kilometer Höhe gebracht werden. Dort koppelt sich das Raumflugzeug ab und steigt mit Raketenantrieb auf 110 Kilometer. Die Passagiere sind dann einige Minuten schwerelos. Etwa 300 Menschen haben nach Firmenangaben bereits einen Platz im Shuttle reserviert – und bezahlt.

Rohde hatte Branson 2005 bei einer Safari in Afrika kennengelernt, der ihr von seinem Raumfahrtunternehmen und seinen Plänen erzählte, Touristen ins Weltall zu schicken. Die Hagenerin war begeistert und reservierte sofort einen Platz. Ob sie am Montag die Möglichkeit haben würde, sich probeweise schon einmal in das Raumschiff zu setzen, wusste sie noch nicht. „Immerhin habe ich 2006 schon einmal auf der Zukunftsmesse in New York im nachgebildeten Innenraum gesessen“, erklärte sie. Schon das sei ein fantastisches Gefühl gewesen.

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