Forschung + Innovation
Spitzenforschung in der Schwebe

Das geplante 1,9-Mrd.-Bund-Länder-Programm zur Förderung der Spitzenforschung in Deutschland ist weiter in der Schwebe.

dpa BERLIN. Das geplante 1,9-Mrd.-Bund-Länder-Programm zur Förderung der Spitzenforschung in Deutschland ist weiter in der Schwebe.

Die Unions-Ministerpräsidenten verständigten sich am Donnerstag in Berlin intern darauf, zunächst nur zwei von drei Teilen des unterschriftsreif ausgehandelten Programms die Zustimmung zu geben, verlautete aus Unionskreisen. Eine offizielle Entscheidung über das weitere Vorgehen wird nach der Aussprache mit den Regierungschefs der SPD-geführten Länder am Nachmittag erwartet.

Das Programm zur Spitzenforschung gilt als eine wichtige Hürde für den Neuanfang bei der Föderalismusreform. Darüber hatten sich SPD- Chef Franz Müntefering und Bayerns Regierungschef Edmund Stoiber (CSU) bei einem Vier-Augen-Gespräch am Vorabend verständigt. Mit der jetzt erfolgten Absprache in der Union, nur Teilen des Programms die Zusage zu geben, hat sich offensichtlich die harte Verhandlungslinie von Hessens Regierungschef Roland Koch (CDU) durchgesetzt, der in dem Vorgehen des Bundes einen Eingriff in die föderalen Zuständigkeiten der Länder sieht.

Das jetzt seit über einem Jahr strittige Programm baut auf drei Säulen: Gefördert werden sollen etwa 30 exzellente Forschungszentren von Universitäten in verschiedenen Disziplinen, die Ausbildung von Nachwuchsforschern sowie an etwa zehn Hochschulen die Entwicklung von „Gesamtstrategien“ zum Aufbau einer Spitzen- oder Elite-Universität. Von den 1,9 Mrd. Euro will der Bund 75 Prozent übernehmen.

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