Forschung + Innovation
Stammzellen helfen bei Rückenmarkverletzungen

Rückenmarkverletzungen können künftig möglicherweise mit Hilfe von Stammzellen behandelt werden.

dpa WASHINGTON. Rückenmarkverletzungen können künftig möglicherweise mit Hilfe von Stammzellen behandelt werden. Zumindest bei Mäusen mit einer Verletzung des Rückenmarks führte die Injektion menschlicher Stammzellen zu einer deutlichen Verbesserung der Beweglichkeit, berichten Forscher in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften.

Ihre Untersuchung sei aber nur ein erster Schritt hin zu einer möglichen Anwendung der Stammzellen bei Menschen, betonen die Wissenschaftler. In den Tierversuchen hatten Aileen Anderson von der Universität von Kalifornien in Irvine und ihre Mitarbeiter gezeigt, dass menschliche neuronale Stammzellen nach der Transplantation im Körper der Mäuse überleben. Die Stammzellen entwickelten sich zu Nervenzellen, die dann auch Verbindungen zu anderen Nervenzellen eingingen. Zudem entstanden so genannte Oligodendrozyten, die die isolierende Umhüllung der Nervenfortsätze bilden. Die Mäuse konnten sich 16 Wochen nach der Behandlung besser bewegen.

Verabreichten die Wissenschaftler den Tieren ein Zellgift, das bevorzugt die transplantierten Zellen abtötet, ließ die Beweglichkeit der Mäuse wieder nach. Dies zeige, dass tatsächlich die Stammzellen für den beobachteten Effekt verantwortlich sind, schreiben die Forscher. Mit weiteren Versuchen wollen sie nun klären, inwieweit die Stammzellen beim Menschen zur Behandlung von Verletzungen und auch Erkrankungen des Rückenmarks eingesetzt werden können.

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