Start der US-Raumfähre
„Atlantis“-Countdown läuft

Nach dreimonatiger Verzögerung darf die Raumfähre „Atlantis“ am Freitag starten. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat den Countdown bereits begonnen. Die Astronauten stehen dabei vor einer schwierigen Weltraum-Mission, bei der Muckis und Technik gefragt sind.

HB CAPE CANAVERAL. Abheben soll die Fähre im Raumfahrtzentrum Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida am Freitag um 19:38 Uhr Ortszeit (Samstag, 01.38 Uhr MESZ). Meteorologen zufolge wird das Wetter mit einer Wahrscheinlichkeit von 70 Prozent gut genug dafür sein.

Die siebenköpfige Crew bereitet sich bereits seit Montag im Kennedy Space Center auf die Reise ins All vor. Ursprünglich war der Start für März geplant. Im Juni sollte bereits eine zweite Fähre ins All fliegen. Der „Atlantis“-Flug musste aber nach einem Hagelsturm aufgeschoben werden, um Schäden am Treibstofftank zu reparieren.

Der Weltraumeinsatz der „Atlantis“ auf der 350 Kilometer über der Erde kreisenden ISS gilt als besonders wichtig. Die „Atlantis“ soll ein 17 Tonnen schweres neues Segment und ein Paar neuer Sonnensegel zur Raumstation fliegen. Die Astronauten müssen die Arbeiten am neuen Energiesystem abschließen, bevor Ende dieses und Anfang kommenden Jahres das europäische Weltraumlabor „Columbus“ und das japanische Experimentiermodul „Kibo“ angekoppelt werden. Die Nasa hat für die „Atlantis“-Crew wieder drei Außenbordeinsätze eingeplant.

Die „Atlantis“ wird auch die US-Langzeitastronautin Sunita Williams von der ISS abholen. Die 41-Jährige lebt und arbeitet seit Anfang Dezember 2006 auf der Raumstation. Williams hat damit mehr Zeit im Weltall verbracht als jede Frau vor ihr. Mit vier Außenbordeinsätzen hält die indischstämmige US-Astronautin noch einen weiteren Frauenrekord. Williams wird von der US-Astronaut Clayton Anderson abgelöst.

Der Ausbau der 100 Mrd. Dollar teuren Raumstation ist durch das „Columbia“-Unglück 2003 ins Stocken geraten. Damals kamen alle sieben Astronauten ums Leben, als das Schwesterschiff der „Atlantis“ bei der Rückkehr zur Erde explodierte. 2010 soll die veraltete Space-Shuttle-Flotte außer Dienst gestellt werden. Bis dahin muss sie noch mindestens 13 Einsätze zur ISS absolvieren, um die auch von Deutschland mitfinanzierte Raumstation fertig zu bauen.

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