Start verschoben Leck entdeckt – Raumfähre bleibt am Boden

Die geplante Mission der US-Raumfähre „Discovery“ steht unter keinem guten Stern: Praktisch in letzter Minute hat die Weltraumbehörde Nasa den Start des Orbiters noch einmal verschoben –diesmal wegen eines Lecks in einer Wasserstoff-Leitung.
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Die Discovery bleibt vorerst am Boden. Quelle: dpa

Die Discovery bleibt vorerst am Boden.

(Foto: dpa)

HB CAPE CANAVERAL. Ein gefährliches Leck an einer Wasserstoffleitung hat die US-Weltraumbehörde Nasa am Mittwoch gezwungen, fast in letzter Minute den Start der Raumfähre „Discovery“ zur Weltraumstation ISS zu verschieben. Möglicherweise könne das Shuttle bereits am Sonntag starten, angestrebt wird ein Start am Montag, hieß es in Cape Canaveral. Dienstag wäre dann auch schon der letztmögliche Termin vor April, weil danach ein Start einer russischen „Sojus“-Raumkapsel mit einer neuen ISS-Besatzung Vorrang hat.

Beim Auftanken des Space Shuttles wurde laut Nasa ein Leck in einer Wassserstoff-Entlüftungsleitung in unmittelbarer Nähe eine Treibstofftanks festgestellt worden. „Beim Start geht ein Feuerwerk los“, erklärte Nasa-Sprecher Steve Roy. „Es darf dabei kein Wasserstoff in der Nähe der Startrampe austreten - es könnte eine Explosion geben.“ Das Einpumpen von mehr als 1,9 Million Liter Treibstoff in die Tanks der „Discovery“ wurde vorerst gestoppt.

Die sieben „Discovery“-Astronauten standen bei Bekanntgabe der Verschiebung am Mittwoch kurz davor, in die Raumfähre einzusteigen. Im Mittelpunkt ihres geplanten Arbeitsprogramms steht der Ausbau der Stromversorgung der Raumstation. Dafür soll ein Paar neue Solarflügel an der ISS montiert werden.

Der Start hatte sich wegen Problemen mit Ventilen für Wasserstoffgas ohnehin schon um etwa einen Monat verzögert. Beim letzten Start einer Raumfähre im November war eines der Druckventile im Maschinenraum kaputt gegangen. Daraufhin wurden ausgiebige Überprüfungen angeordnet.

Die von „Discovery“ zu transportierenden neuen Solarflügel sollen so viel zusätzlichen Strom liefern, dass die ISS wie geplant erweitert werden und bis zu sechs Astronauten dauerhaft beherbergen kann. Es ist zugleich der letzte große Beitrag der USA zum Ausbau der ISS, der im kommenden Jahr beendet sein soll.

Im Gepäck der „Discovery“ sind zudem Ersatzteile für eine Wasser- Recycling-Anlage. Die Vorrichtung war bereits während der vorangegangenen Shuttle-Mission zur ISS installiert worden, hatte sich jedoch als nicht voll funktionstüchtig erwiesen.

Mit zum Astronautenteam gehört Koichi Wakata, der als erster Japaner zu einem Langzeitaufenthalt ins All fliegen soll. Er soll die Amerikanerin Sandra Magnus ablösen und drei Monate in der ISS arbeiten.

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