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Sternschnuppen-Schauspiel am Samstag

Himmelsgucker im deutschen Flachland haben in der Nacht zum Sonntag gute Chancen, den Sternschnuppenstrom der Leoniden zu beobachten. Im Norden Deutschlands sei es nach einem Tag mit Schneeschauern in der Nacht relativ klar.

dpa FREIBURG. Himmelsgucker im deutschen Flachland haben in der Nacht zum Sonntag gute Chancen, den Sternschnuppenstrom der Leoniden zu beobachten. Im Norden Deutschlands sei es nach einem Tag mit Schneeschauern in der Nacht relativ klar.

Das teilte der Wetterdienst Meteomedia am Freitag mit. In der Nähe der Alpen und der Mittelgebirge stauten sich hingegen die Wolken. Auf völlig wolkenlosen Himmel könne man sich aber nirgendwo verlassen, sagte der Meteorologe Manfred Spatzierer.

Zum Maximum der Sternschnuppen gegen Mitternacht erwartet die Vereinigung der Sternfreunde bei guter Sicht etwa 50 Sternschnuppen pro Stunde. Sprecher Wolfgang Steinicke in Umkirch bei Freiburg rechnet sogar mit sehr hellen Schnuppen und Feuerkugeln. Zur Beobachtung sei ein freier Blick Richtung Osten gut, denn dort stehe das Sternbild Löwe um Mitternacht deutlich über dem Horizont. Die Sternschnuppen könnten sich aber über den gesamten Himmel verteilen.

Die Sternschnuppen werden Leoniden genannt, weil sie aus Richtung des Sternbildes Löwe (lateinisch: Leo) kommen. Ihr Ursprung ist der Komet Tempel-Tuttle, der auf seiner ellipsenförmigen Umlaufbahn alle 33 Jahre ins innere Sonnensystem kommt. Bei seiner Annäherung an die Sonne taut der „schmutzige Schneeball“ an und hinterlässt eine Staubspur, die ihm auf seiner Bahn folgt. Kreuzt die Erde diese Spur, verglühen die meist unter einem Zentimeter kleinen Kometenteilchen in der Atmosphäre und regen die Luftmoleküle zum Leuchten an.

Bei größeren Objekten von einigen Zentimetern entstehen Feuerkugeln, die einen langen und farbig nachglühenden Schweif hinterlassen, gelegentlich mit einer langsam verwehenden Rauchfahne. Die Erde begegnet der Kometenbahn jedes Jahr im November. Diesmal trifft sie auf eine Staubwolke, die im Jahr 1 733 entstanden ist.

Mit 4 000 Mitgliedern ist die Vereinigung der Sternfreunde nach eigenen Angaben der größte überregionale Verein von Amateurastronomen in Deutschland.

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