Strahlenbelastung wird reduziert
Forscher optimieren die Computertomografie

Mit einem neuen Berechnungsverfahren, könnte die Strahlenbelastung bei der Computertomografie (CT) deutlich reduziert werden. Neuere Geräte liefern mit mehr Bildern in kürzerer Zeit immer bessere Einblicke in den Körper.

hsn DÜSSELDORF. Mit einem neuen Berechnungsverfahren, könnte die Strahlenbelastung bei der Computertomografie (CT) deutlich reduziert werden. „Unser Algorithmus für die Rekonstruktion der Bilder aus den CT-Daten nutzt die in den Rohdaten steckende Information so gut aus, dass nur noch die Hälfte der Strahlendosis notwendig wäre, um zu einem gleich guten Ergebnis zu kommen“, sagt Christoph Hoeschen, Forscher am Institut für Strahlenschutz des GSF-Forschungszentrums für Umwelt und Gesundheit in Nähe von München.

Die Computertomografie wird in der Diagnostik zunehmend wichtiger. Neuere Geräte liefern mit mehr Bildern in kürzerer Zeit immer bessere Einblicke in den Körper. Daher wird die Anzahl der CT-Untersuchungen weiter steigen – und damit auch die Strahlenbelastung. Da man bis heute nicht weiß, ob es bei der Röntgenstrahlung eine Schwellendosis für ein Krebsrisiko gibt, muss gleichzeitig versucht werden, die Dosis bei den CT-Untersuchungen weiter zu reduzieren. Technische Verbesserungen konnten die Dosis pro CT bisher um maximal 30 Prozent senken. Bei einer weiterer Reduzierung leidet bislang die Bildqualität.

Der mathematische Ansatz, den die GSF-Wissenschaftler zusammen mit Kollegen von der US-Universität Oregon in Eugene entwickelt haben, ermöglicht es erstmals aus Rohdaten eines CT-Scans eine äußerst genaue Näherung der tatsächlichen Eigenschaften eines Objekts zu rekonstruieren, so dass auch mit einer weniger guten Auflösung sehr gute Bilder entstehen.

Da die Forscher ihr Verfahren bislang nur durch Simulation getestet haben und nicht mit Rohdaten aus einem CT, muss sich ihre Entwicklung jetzt in der Praxis bewähren. Die Forscher haben für die Durchführung von Praxistests nun Kontakt mit den CT-Herstellern aufgenommen. „Wenn alles glatt geht, könnte die Methode in etwa zwei Jahren in die CT-Geräte integriert – und später auch bei älteren Geräten nachgerüstet – werden“, sagen die GSF-Forscher.

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