Straßenbau
Schlaglochsuche bei Tempo 130

Dresdner Ingenieure haben ein automatisches Messfahrzeug entwickelt, das den Zustand von Straßen während der Fahrt erfasst. Die Daten lassen sich später am Schreibtisch auswerten und zur Planung von Instandsetzungsarbeiten nutzen. Doch die Technik ist nicht nur für Behörden interessant.

KÖLN. Wenn es nach Dirk Ebersbach geht, könnte die Straßenvermessung bald automatisiert werden. Möglich macht dies ein Auto, das voll gestopft ist mit modernster Messtechnik. „Das Fahrzeug wird zwar den klassischen menschlichen Vermesser mit seinem dreibeinigen Tachymeter nicht ersetzen, es könnte aber helfen, kontinuierlich den Straßenzustand zu erfassen und Daten für die Instandsetzung zu liefern“, sagt der Ingenieur.

Ebersbach ist einer der Väter von Uno, dem „Ungeheuer Orange“. So tauften die Mitarbeiter des Instituts für Verkehrsplanung und Straßenverkehr der TU Dresden ihr neu entwickeltes Prüfsystem, das den Laderaum eines Mercedes Vito füllt. Das Fahrzeug mit der Signal-Lackierung findet kleinste Straßenschäden und zeichnet diese auf, während es bis zu 130 Stundenkilometer schnell über die Autobahn oder langsamer über die Landstraße fährt.

Beeindruckend ist die Messgenauigkeit. „Die Daten werden bis auf einen halben Meter genau erfasst“, sagt Ebersbach. Dazu mussten die Ingenieure ein stabiles Messsystem entwickeln, das während der Aufzeichnung der Straßendaten zuverlässig arbeitet. Sie haben dazu vier Messtechniken kombiniert, die sich gegenseitig ergänzen und einspringen, wenn eine Komponente ausfällt.

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