Strategie
Open-Innovation - Gemeinsam zu neuen Technologien

Gerade in der Krise brauchen Unternehmen Innovationen, um die eigenen Marktchancen zu verbessern. Doch wenn das Geschäft nicht gut läuft, versuchen viele Firmen, das Geld zusammenzuhalten. Forschungskooperationen zwischen Unternehmen können die Kosten reduzieren und schneller zum Ziel führen.
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DÜSSELDORF. Innovationen sind in der Krise besonders wichtig für Unternehmen - um die Kosten zu reduzieren, um sich auf dem Markt zu positionieren und Kunden zu halten. Dennoch verharren viele Firmen in einer Art Schreckstarre, Einsparungen stehen im Vordergrund, oft wird auch das Budget für die Entwicklung von Innovationen heruntergefahren. Es gibt jedoch eine Strategie, mit der trotz des Zwangs zu Einsparungen neue Produkte und Geschäftsideen entwickelt werden können, um dann, wenn es wirtschaftlich besser läuft, durchstarten zu können.

Sie heißt Open-Innovation. Unternehmen entwickeln neue Technologien und Dienstleistungen nicht allein, sondern zusammen mit anderen Firmen - teilweise sogar mit Wettbewerbern - und möglichen Kunden. Sie binden unterschiedliche Akteure in die Entwicklung neuer Produkte ein. "Es geht um die bewusste Ausschöpfung von Innovationspotenzialen außerhalb des Unternehmens", erläutert Sabine Brunswicker, Innovationsexpertin am Fraunhofer für Arbeitswirtschaft und Organisation, -Institut die Idee, die von vielen Unternehmen bereits erfolgreich umgesetzt wird.

Früher sei Innovation ein Teil der Entwicklungsabteilungen gewesen, in den letzten Jahren sei der Prozess immer weiter geöffnet worden, sagt Thomas Wenzel-Haberstock, Innovationsmanager bei IBM in Deutschland. "Immer mehr Player verstehen, dass Open-Innovation eine Möglichkeit ist, Produkte schneller an den Markt zu bringen und dabei die Kosten überschaubar zu halten", so der IBM-Experte. ist einer der Vorreiter bei der Umsetzung des Open-Innovation-Gedankens. Der IT-Konzern hat bereits früh damit begonnen, interne und externe Innovationsideen miteinander zu kombinieren.

Open-Innovation bietet aber noch mehr, beispielsweise die Möglichkeit, die Entwicklung neuer Technologien voranzutreiben. Der Spezialist für Kommunikationsnetze Alcatel-Lucent nutzt die Innovationsstrategie bei der Weiterentwicklung des interaktiven Web-TVs. Als Kooperationspartner im T-City-Projekt der Deutschen Telekom in Friedrichshafen am Bodensee entwickelte der Netzwerkspezialist beispielsweise eine Plattform, über die TV-Zuschauer per Fernbedienung abstimmen, Informationen anfordern oder Bestellungen vornehmen können.

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