Forschung + Innovation
Studie: Erstgeborene erfolgreicher als jüngere Geschwister

Erstgeborene sind nach einer norwegischen Bildungsstudie im allgemeinen erfolgreicher als ihre jüngeren Geschwister. So seien in der Schulausbildung die Ältesten ihren jüngeren Brüdern und Schwestern in vergleichbaren Situationen meist um ein ganzes Jahr voraus, berichtete Prof.

dpa LONDON. Erstgeborene sind nach einer norwegischen Bildungsstudie im allgemeinen erfolgreicher als ihre jüngeren Geschwister. So seien in der Schulausbildung die Ältesten ihren jüngeren Brüdern und Schwestern in vergleichbaren Situationen meist um ein ganzes Jahr voraus, berichtete Prof. Kjell Salvanes von der Norwegian School of Economics am Montag bei einem Kongress in London. Er berief sich auf umfangreiche Untersuchungen in den Jahren 1986 bis 2000 bei Norwegern zwischen 16 und 74 Jahren.

„Man geht davon aus, dass das älteste Kind als Lehrer für die jüngeren Geschwister auftritt und dabei lernt, wie man Informationen organisiert und an andere weitergibt“, berichtete der Wissenschaftler. Diese Fähigkeit verhelfe den Ältesten in der Schule und auf dem Arbeitsmarkt zu einem Vorsprung.

Allerdings könnten auch unterschiedliche Erwartungen der Eltern eine Rolle spielen. Wenn nur begrenzte Mittel zur Verfügung stehen, würden die Eltern den Erstgeborenen noch am ehesten Geld und Aufmerksamkeit widmen, sagte Prof. Salvanes. Eine Konsequenz: Später Geborene verdienen weniger als die Ältesten und haben seltener Vollzeitbeschäftigungen. Unter weiblichen Zweit- und Drittgeborenen finden sich mehr Teenager-Schwangerschaften als bei Erstgeborenen.

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