Forschung + Innovation
Studie: Fast 40 Prozent der Erwachsenen haben Sexualprobleme

In Deutschland haben nach Medizinerangaben fast 40 Prozent aller Männer und Frauen Sexualprobleme wie Erektions- oder Orgasmusstörungen. Diese Zahl nannten der Sexualwissenschaftler Prof. Uwe Hartmann und der Urologe Prof.

dpa MüNCHEN. In Deutschland haben nach Medizinerangaben fast 40 Prozent aller Männer und Frauen Sexualprobleme wie Erektions- oder Orgasmusstörungen. Diese Zahl nannten der Sexualwissenschaftler Prof. Uwe Hartmann und der Urologe Prof. Christian Stief am Donnerstag in München mit Verweis auf eine Studie der Medizinischen Hochschule Hannover.

Dennoch suche nur jeder zehnte der Betroffenen einen Arzt auf, sagten die Experten im Vorfeld der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Sexualmedizin und Sexualtherapie (Dgsmt, 24. bis 26. Juni). Die Studie solle auf dem Kongress vorgestellt werden.

„Wir haben heute sehr gute Medikamente, aber auch sexualtherapeutische Methoden zur Verfügung, um wirklich den meisten Menschen zu helfen“, betonte Hartmann, der an der Medizinischen Hochschule Hannover arbeitet. Gut erforscht sei heute auch, was bei der Sexualität im Gehirn ablaufe. Zu den häufigsten Störungen, mit denen die Sexualwissenschaftler konfrontiert seien, gehörten vorzeitiger Samenerguss, Lustlosigkeit, Erektions- und Orgasmusstörungen.

„Sexualität mit Leib und Seele“ lautet das Motto des Kongresses. „Wir wollen damit unterstreichen, dass Sexualprobleme immer von der körperlichen und der psychischen Seite her betrachtet werden müssen“, erklärte Hartmann. Der Kongress findet am Universitätsklinikum München-Großhadern statt. Nach den Worten des dort lehrenden Prof. Stief werden zu dem Treffen rund 200 Experten aus ganz Deutschland erwartet.

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