Studie
Forscher planen Genspritze gegen Impotenz

Eine mögliche Gentherapie gegen Impotenz wird derzeit von US-Wissenschaftlern getestet. Das berichtet die „Ärzte Zeitung“ in Neu-Isenburg.

HB NEU-ISENBURG/NEW YORK. Die Untersuchungen der Gruppe um Arnold Melman vom Albert-Einstein- College für Medizin in New York befinden sich allerdings erst in der Anfangsphase (Klinische Phase I). Wann und ob überhaupt ein Medikament aus diesen Versuchen hervorgeht, lässt sich derzeit nicht sagen.

Die Gruppe injizierte elf Männern mit Potenzproblemen zahlreiche Kopien einer Erbanlage namens hSlo (human slowpoke) in den Penis. Anschließend hätten zwei Probanden über einen Zeitraum von 24 Wochen über eine deutliche Besserung - gemessen auch am Urteil ihrer Partnerin - berichtet, schreiben die Forscher im Journal „Human Gene Therapy“ (Bd. 18, S. 1165).

Eine Kontrollgruppe, die zum Vergleich eine Injektion ohne Wirkstoff erhielt, gab es nicht. Daher lässt sich eine mögliche Wirkung der Spritze nicht belegen. Ein solcher Beleg wäre auch erst das Ziel einer späteren Untersuchungsphase. Das injizierte Gen liefert die Bauanleitung für einen so genannten endogenen Kaliumkanal. Mit Hilfe solcher Moleküle entspannt sich die glatte Penismuskulatur, was eine Erektion erleichtert.

Angesichts der Resultate sprechen sich die Forscher für eine Fortsetzung ihrer Studie aus. Diese habe zunächst zeigen sollen, dass die Injektion sicher und die getesteten DNA-Dosierungen verträglich sind. (Fachartikel-Identifikationsnummer: DOI: 10.1089/hum.2006.17.ft-266)

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