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Studie: Keine Entwarnung für Tsunami-Region

In der Tsunamiregion im Indischen Ozean könnte ein weiteres verheerendes Erdbeben drohen. Am größten sei das Risiko bei den Mentawai-Inseln vor der Westküste Sumatras, berichten John Mccloskey von der Ulster-Universität in Coleraine und Kollegen im britischen Fachjournal „Nature“ (Bd. 435, S.

dpa LONDON. In der Tsunamiregion im Indischen Ozean könnte ein weiteres verheerendes Erdbeben drohen. Am größten sei das Risiko bei den Mentawai-Inseln vor der Westküste Sumatras, berichten John Mccloskey von der Ulster-Universität in Coleraine und Kollegen im britischen Fachjournal „Nature“ (Bd. 435, S. 756) von diesem Donnerstag.

Die Inselgruppe liegt unmittelbar südlich der Region, von der im Dezember 2004 und im März dieses Jahres die schweren Erdbeben ausgingen.

Die Wissenschaftler untersuchten die Druckveränderungen am Sunda-Graben westlich von Sumatra nach dem Beben vom 28. März, bei dem hauptsächlich auf der Insel Nias 2000 Menschen ums Leben gekommen waren. Nach ihren Erkenntnissen stieg der Druck südlich jener Erdbebenregion stark um acht Bar an. Das Risikosegment im Sunda-Graben verläuft den Angaben zufolge unter den kleinen Batu- und den nahe gelegenen Mentawai-Inseln.

Die Batu-Inseln waren laut Studie zuletzt 1935 von einem Erdbeben betroffen, die Mentawai-Nachbarinseln 1 833. Bei letzterem sei damals auch ein Tsunami entstanden. Die Wissenschaftler schließen daraus, dass dieser Abschnitt der Verwerfung das Potenzial habe, weitere verheerende Flutwellen auszulösen.

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