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Studie: Löwen töteten mehr als 560 Menschen in Tansania

Hungrige Löwen haben in Tansania in den vergangenen 15 Jahren mehr als 560 Menschen getötet. Wegen der wachsenden Bevölkerung gehe den Raubkatzen ihre natürliche Beute aus, heißt es in einem Beitrag des britischen Fachmagazins „Nature“ (Bd. 436, S. 927).

dpa NAIROBI/LONDON. Hungrige Löwen haben in Tansania in den vergangenen 15 Jahren mehr als 560 Menschen getötet. Wegen der wachsenden Bevölkerung gehe den Raubkatzen ihre natürliche Beute aus, heißt es in einem Beitrag des britischen Fachmagazins „Nature“ (Bd. 436, S. 927).

Tansanische Löwen hätten unter anderem Menschen aus dem Bett gezerrt und auch spielende Kinder angefallen. Fast die Hälfte der Opfer sei jedoch auf den Feldern angegriffen worden. Nach Ansicht des US-Forschers Craig Packer von der Universität von Minnesota in St. Paul und seines Teams lassen sich Angriffe hungriger Löwen auf Menschen verhindern, indem die Zahl der Buschschweine in den betroffenen Regionen reduziert wird.

Löwen ernähren sich in erster Linie von Buschschweinen, wenn sie nicht mehr genügend Antilopen und Zebras finden, heißt es in der Studie. Buschschweine sind vor allem dort zu finden, wo Landwirtschaft betrieben wird, also in bevölkerungsreichen Gegenden. Wenn es weniger Buschschweine gäbe, würden auch weniger Löwen in bewohnten Gebieten auf Jagd gehen, argumentieren die Wissenschaftler. Das Risiko für die Landbevölkerung, von Löwen angefallen zu werden, müsse dringend verringert werden, betonen sie. Die Löwenattacken erschwerten es auch, sich für den Erhalt der Raubkatzen einzusetzen. Das ostafrikanische Tansania ist das Land mit der größten Zahl an Löwen.

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