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Studie: Muttermilch hemmt Aidsvirus

Muttermilch hemmt das Aidsvirus. Das berichtet die „Ärzte Zeitung“ unter Berufung auf eine niederländische Studie. Bestimmte Zuckermoleküle der Milch verhindern demnach, dass die Viren die so genannten dendritischen Zellen des Immunsystems kapern und sich im Körper ausbreiten.

dpa NEU ISENBURG/AMSTERDAM. Muttermilch hemmt das Aidsvirus. Das berichtet die „Ärzte Zeitung“ unter Berufung auf eine niederländische Studie. Bestimmte Zuckermoleküle der Milch verhindern demnach, dass die Viren die so genannten dendritischen Zellen des Immunsystems kapern und sich im Körper ausbreiten.

Dennoch dürfen infizierte Mütter wegen der Ansteckungsgefahr durch die Milch ihre Kinder nicht stillen, wie die „Ärzte Zeitung“ betont. Die Entdeckung könnte aber helfen, ein Medikament gegen die Aids- Übertragung beim Stillen oder sogar beim Sex zu entwickeln.

Die eiweißgebundenen Zuckermoleküle verhindern ein Andocken des Aidserregers HIV-1 an den Rezeptor DC-Sign auf der Oberfläche der dendritischen Zellen, wie ein Team um William Paxton von der Universität Amsterdam beobachtet hat und im Fachblatt „Journal of Clinical Investigation“ (DOI: 10.1 172/Jci25105) berichtet. Ein Vorteil der Zuckermoleküle sei, dass sich solche Stoffe leichter herstellen ließen als beispielsweise Antikörper, schreibt die „Ärzte Zeitung“. Solche Zuckersubstanzen könnten unter anderem in manchen Entwicklungsländern ein Vorteil sein, wo auch infizierten Müttern das Stillen empfohlen werde, um ein Unterernährung der Säuglinge und damit die Anfälligkeit für andere Keime zu vermeiden.

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