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Studie: Nase dirigiert Seehunde vermutlich zu Fanggründen

Seehunde schwimmen bei der Nahrungssuche wahrscheinlich der Nase nach zu ergiebigen Fanggründen. Das legen zumindest Riechtests bei den Meeressäugern nahe.

dpa BOCHUM. Seehunde schwimmen bei der Nahrungssuche wahrscheinlich der Nase nach zu ergiebigen Fanggründen. Das legen zumindest Riechtests bei den Meeressäugern nahe.

Wie Bochumer Wissenschaftler herausgefunden haben, können Seehunde das pflanzliche Plankton-Abbauprodukt DMS (Dimethylsulfid), ein schwefelhaltiges Zersetzungsprodukt, schon in geringsten Konzentrationen in der Luft wahrnehmen. Beim Luftholen registriere der Seehund Konzentrationen, die der Mensch längst nicht mehr wahrnehmen könne, sagte am Mittwoch Guido Dehnhardt von der Biologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum.

Unklar ist bislang, wie der Seehund die richtige Richtung zu den Fanggründen erkennt. Ergiebige Fanggründe sind insbesondere durch einen hohen Anteil an Phyto- und Zooplankton gekennzeichnet. Die Untersuchung zur Geruchsorientierung bei Seehunden ist Teil einer von der Volkswagenstiftung finanzierten Pilotstudie zur Orientierung von Meeressäugern. Die Experimente haben die Biologen mit Seehunden im Kölner Zoo durchgeführt. Diese erste experimentelle Studie des Riechsinns von Meeressäugern erscheint im britischen Fachblatt „Biology Letters“.

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