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Studie: Öl auf den Wogen kann Hurrikans vorbeugen

Eine neue Studie bestätigt die alte Seefahrerweisheit, dass Öl Wogen glätten und damit ganz offensichtlich Hurrikans vorbeugen kann.

dpa WASHINGTON. Eine neue Studie bestätigt die alte Seefahrerweisheit, dass Öl Wogen glätten und damit ganz offensichtlich Hurrikans vorbeugen kann.

Grigory Isaakovich Barenblatt von der Universität von Kalifornien in Berkeley und Kollegen stellen ihre mathematische Simulation im Fachjournal „Proceedings of the National Academy of Sciences“ (DOI: 10.1 073/pnas.0 505 209 102) vom Dienstag vor.

Demnach peitschen tropische Wirbelstürme das Meer so stark auf, dass sich eine Schicht aus Wassertropfen zwischen der Meeresoberfläche und der Luft bildet. Diese Gischt verringert den turbulenten Luftwiderstand und erhöht damit die Windgeschwindigkeit. Die Beschleunigung kann bis zu einem Hurrikan führen kann, berichten die Forscher.

Seeleute hatten deshalb nicht Unrecht, schreiben Barenblatt und Kollegen, wenn sie auf allen Passagen Ölfässer an Bord hatten und diese ausleerten, wenn sie in einen Sturm kamen. „Wahrscheinlich können Hurrikans verhindert oder zumindest gebremst werden, wenn Flugzeuge schnell zersetzbare und unschädliche Substanzen gezielt auf das Meer sprühen“, mutmaßen die Forscher.

Diese Erkenntnis könnte vor allem der Karibik, dem Südosten der USA sowie Mexiko zu Gute kommen, die in den vergangenen Jahren zunehmend unter schwersten Hurrikanen zu leiden haben und diese - nach der neuen Studie - wahrscheinlich gern mit Öl oder einer anderen „Schmiere“ gegen die Gischt verhindern würden.

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