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Studie: Sars auch nach Genesung eines Patienten noch ansteckend

Die lebensgefährliche Lungenkrankheit Sars ist auch vier Wochen nach der Genesung eines Patienten noch ansteckend. Spuren des Krankheitserregers seien länger als bisher angenommen in Urin- und Stuhlproben nachweisbar.

dpa HEIDELBERG. Die lebensgefährliche Lungenkrankheit Sars ist auch vier Wochen nach der Genesung eines Patienten noch ansteckend. Spuren des Krankheitserregers seien länger als bisher angenommen in Urin- und Stuhlproben nachweisbar.

Das berichten Wissenschaftler des Pekinger Instituts für Infektionskrankheiten in der Fachzeitschrift „European Journal of Clinical Microbiology and Infectious Diseases“ (DOI: 10.1 007/S10096- 005-1 299-5). An Sars erkrankten bisher weltweit rund 8 000 Menschen, mehr als 800 starben.

Das Ergebnis der Untersuchung werde in erheblichem Maße die weitere Erforschung des Schweren Akuten Atemwegsyndroms beeinflussen und weit reichende Folgen etwa für den Umgang von Pflegepersonal mit Patienten haben. „Das Risiko einer Infektion besteht nicht nur in der Übertragung durch die Luft, sondern auch bei Kontakt mit Stuhl und Urin von infizierten, ja selbst von bereits wieder genesenen Patienten“, warnt der Autor der Studie, Prof. Fu-Sheng Wang. Für die Analyse wurden mehr als 500 klinische Proben - Plasma, Blutzellen, Stuhl, Urin und Rachenabstriche - von 73 Patienten ausgewertet.

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