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Studie: Selbsthypnose lindert Schmerzen

Patienten mit chronischen Schmerzen können ihre Leiden durch Selbsthypnose lindern und zugleich den Bedarf an Schmerzmitteln senken. Das ist das Resultat einer Studie mit 28 Teilnehmern an der Universität Göttingen.

dpa GöTTINGEN. Patienten mit chronischen Schmerzen können ihre Leiden durch Selbsthypnose lindern und zugleich den Bedarf an Schmerzmitteln senken. Das ist das Resultat einer Studie mit 28 Teilnehmern an der Universität Göttingen.

Der Psychologe Stefan Jacobs berichtete am Dienstag, dass die Teilnehmer der Studie in zehn Stunden gelernt haben, sich bei Schmerzattacken autosuggestiv in einen Zustand tiefer Entspannung zu versetzen und dadurch den Schmerz zu lindern. Als Folge benötigten sie dauerhaft zwei Drittel weniger Schmerzmittel.

Die Reduzierung des Schmerzes ging nach Jacobs Angaben bei den meisten untersuchten Patienten einher mit einer Steigerung des körperlichen und seelischen Wohlbefindens. Zugleich traten Symptome von Depressionen deutlich weniger auf. Die Betroffenen konnten soziale und berufliche Aktivitäten wieder aufnehmen. Diese Verbesserungen seien bei den meisten Patienten monatelang stabil geblieben.

Die Fähigkeit zur Selbsthypnose könnten sich die Patienten mit Hilfe geschulter Therapeuten aneignen, sagte Jacobs. Dabei lernen die Betroffenen, sich mit Hilfe einer individuell besprochenen Hörkassette in eine Tiefenentspannung zu versetzen. Das zehn Sitzungen umfassende Programm ist jetzt für Psychologen, Psychotherapeuten und Ärzte im Lehrbuch „Verhaltenstherapeutische Hypnose bei chronischem Schmerz“ (Verlag Hogrefe & Huber) erschienen.

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