Forschung + Innovation
Studie untersucht Cannabis gegen Rheuma und Migräne

Den Nutzen von Cannabis zur Schmerzbekämpfung bei Rheuma und Migräne untersuchen Wissenschaftler aus sieben Ländern in einer gemeinsamen Studie. Ziel der auf zwei Jahre angelegten Untersuchung ist es, medizinisch effektive Cannabisextrakte mit einer niedrigen Rauschwirkung zu entwickeln.

dpa FREIBURG. Den Nutzen von Cannabis zur Schmerzbekämpfung bei Rheuma und Migräne untersuchen Wissenschaftler aus sieben Ländern in einer gemeinsamen Studie. Ziel der auf zwei Jahre angelegten Untersuchung ist es, medizinisch effektive Cannabisextrakte mit einer niedrigen Rauschwirkung zu entwickeln.

Das erläuterte Bernd Fiebich von der Universität Freiburg am Donnerstag. In der Arzneimittelforschung ist seit langem bekannt, dass die Hanfpflanze (Cannabis sativa), aus der sich auch die Drogen Haschisch und Marihuana gewinnen lassen, schmerzstillende und abschwellende Wirkstoffe beinhaltet.

„Bei der Behandlung der Migräne gibt es immer noch einen starken Bedarf nach neuen Therapien, da viele Patienten nicht auf herkömmliche Medikamente ansprechen und die neuesten Medikamente sehr teuer sind“, sagte Fiebich. Im Bereich der rheumatischen Erkrankungen bestehe ein starkes Interesse an neuen Medikamenten, da viele der vorhanden Mittel zu starken Nebenwirkungen führen können. Die Studie werde daher versuchen, Forschungsergebnisse aus verschiedenen wissenschaftlichen Gebieten zusammenzufassen.

Die Europäische Union (EU) finanziert nach Angaben des Wissenschaftlers die Untersuchung mit 1,5 Mill. Euro. Beteiligt an dem Projekt seien drei kleine Unternehmen und sechs staatliche Forschungsinstitute in Deutschland, Spanien, Großbritannien, Italien und Finnland sowie aus der Schweiz und den Niederlanden.

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