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Studie: Vioxx-Risiken waren schon vor Jahren zu erkennen

Die Herz-Kreislauf-Risiken des kürzlich vom Markt genommenen Schmerz- und Rheumamittels Vioxx hätten einer neuen Untersuchung zufolge schon vor Jahren erkannt werden können.

dpa LONDON/BERN. Die Herz-Kreislauf-Risiken des kürzlich vom Markt genommenen Schmerz- und Rheumamittels Vioxx hätten einer neuen Untersuchung zufolge schon vor Jahren erkannt werden können.

Nach der Analyse von knapp 30 Studien aus der Datenbank der US- Arzneimittelbehörde FDA hätte sich bereits Ende 2000 ein mehr als verdoppeltes Herz-Kreislaufrisiko bei Vioxx-Patienten gezeigt, berichten Peter Jüni von der Universität Bern und Kollegen in einer Online-Vorabveröffentlichung des britischen Medizinjournals „The Lancet“ von diesem Freitag. Damals hätten 52 von knapp 21 000 Patienten einen Herzinfarkt erlitten.

Das erhöhte Herzrisiko sei nicht befriedigend mit einem etwaigen schützenden Effekt von Mitteln zu erklären, mit denen der Vioxx- Wirkstoff Rofecoxib in manchen Studien verglichen worden war, schreiben die Autoren. Der US-Pharmakonzern Merck & Co und die FDA hätten die Risiken schon früher als geschehen erkennen und das Mittel vom Markt nehmen sollen, meinen die Studienautoren. Die „Lancet“- Redaktion kritisiert sowohl den Vioxx-Hersteller als auch die US- Arzneimittelbehörde ungewöhnlich scharf.

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