Studie zum Darwin Award

Männer sterben idiotischer

Der Darwin Award wird posthum an Menschen vergeben, die sich selbst auf besonders dumme Weise aus dem Genpool entfernen. Eine Mehrheit der „Preisträger“ ist männlich und stützt die „Theorie von den männlichen Idioten“.
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Der Darwin Award wird seit 1994 vergeben. Sein Name bezieht sich auf Charles Darwin, den Vater der Evolutionstheorie. Quelle: dpa

Der Darwin Award wird seit 1994 vergeben. Sein Name bezieht sich auf Charles Darwin, den Vater der Evolutionstheorie.

(Foto: dpa)

MorpethMänner sind Idioten und machen idiotische Sachen. Wer das bisher nur im Stillen gedacht hat, darf sich jetzt wissenschaftlicher Unterstützung erfreuen. Britische Wissenschaftler haben errechnet, dass der überwiegende Teil der Darwin-Award-Träger männlich ist. Dieser Preis wird – meist posthum – an Menschen vergeben, die sich auf besonders dumme Weise versehentlich selbst eliminiert haben.

Ihre Studie stütze die „Theorie von den männlichen Idioten“, schreiben die Forscher um John Dudley Isaacs, Direktor des Institute of Cellular Medicine in Newcastle (Großbritannien) im angesehenen „British Medical Journal“.

Der Darwin Award wird seit 1994 vergeben. Sein Name bezieht sich auf Charles Darwin, den Vater der Evolutionstheorie. Er „ehrt diejenigen, die den menschlichen Genpool verbessern, indem sie sich selbst daraus entfernen“, heißt es auf der Webseite.

Zu den Nominierten gehört zum Beispiel ein Dieb, der ein Stahlseil aus einem Aufzugsschacht stehlen wollte. Leider hatte er beim Abmontieren nicht berücksichtigt, dass er noch im Lift stand - und rauschte in den Tod. Oder der Terrorist, der eine Briefbombe mit zu geringem Porto verschickte und den Brief nach der Rücksendung – warum auch immer – öffnete.

Die Wissenschaftler um Isaacs hatten sich alle für den Darwin Award Nominierten von 1995 bis 2014 angeschaut. 332 der beschriebenen Fälle waren unabhängig begutachtet und bestätigt worden. 14 Nominierungen gingen an Männer und Frauen gleichzeitig – meist Paare, denen sexuelle Abenteuerlust zum Verhängnis geworden war. Sie schieden aus der Untersuchung aus. Von den verbleibenden 318 Fällen betrafen 282 Männer und nur 36 Frauen. Der Unterschied sei statistisch hoch signifikant, schreiben die Forscher.

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11 Kommentare zu "Studie zum Darwin Award: Männer sterben idiotischer"

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  • Männchen sterben nicht nur idiotischer; der heutige "Blickfang" zeigt, dass es ausgesuchte Exemplare gibt, die sogar beim Heiratsantrag zeigen, dass ein paar Jahrtausende Evolution an deren Festplatte vorbei gegangen ist.

  • Hat "FORSA oder die Bertelsmann-Stiftung" das herausgefunden ?

    Kleiner TIP: Schreibt doch das nächste mal:
    - Männer stinken !!

    (...)

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich. 

  • Die künftige Abwesenheit dieser Gene im Genpool sollte doch insgesamt die Entwicklung der menschlichen Spezies eher befördern denn hindern.

    Also Glückwunsch den Preisträgern. Möge es noch sehr viele davon geben - immerdar und ewiglich.

  • “No risk, no fun” gilt ganz selten für Frauen. Es gibt mindestens genauso viele dumme Frauen wie Männer, allerdings sind Frauen weniger verspielt und tatsächlich risiko-averser als Männer, was sich z. B. im Umgang mit der Finanzierung bei Gründungen zeigt. Frauen fragen weniger Kapital nach, wenn sie gründen. Während Männer sich durchaus eine große Kreditfinanzierung holen, verlassen sich Frauen eher auf alternative und überschaubare Geldquellen.
    Das weibliche Risikobewusstsein führt dazu, dass Frauenunternehmen im Durchschnitt eine höhere Überlebenswahrscheinlichkeit haben als die von Männern gegründeten. Die erfolgreichsten Unternehmensgründungen wurden aber stets in aller Regelmäßigkeit von Männern durchgeführt. Frauen gründen im Schnitt aus pragmatischen und wenig innovativen Gründen. Männer gründen hingegen viel öfter aufgrund bahnbrechender Geschäftsideen und technologischer Faszination. Die Welt der Internet-StartUps ist z. B. ganz klar männlich dominiert.
    “Frauen sind auf Internet-Konferenzen so selten wie der sibirische Tiger” konstatierte FAZ-Bloggerin Violandra Temeritia von Ávila.
    Männer probieren einfach viel mehr aus, sind experimentierfreudiger und dieser Umstand führt bei den Männern ab und zu zum Totalschaden. Kurz und gut, Männer erreichen mehr und scheitern fulminanter.

  • Noch was... vor ein paar Tagen haben es zwei Mädels geschafft im Auto etwas mehr Deo zu versprühen und sich dann eine Zigarette anzuzünden. Bei der Verpuffung wurden dann beide schwer verletzt... sie habens überlebt, drum kommen sie für den Preis nicht in Frage... aber soooo viel besser it das auch nicht *grins*

  • Es gibt Hirnforscher die behaupten, dass bei männlichen Probanden die Intelligenz stärker streut, als bei weiblichen. Also eine breitere Gauss Kurve. Man kann wohl auch Unterschiede auf Grund der genetischen Herkunft feststellen. Es wurde aber auch gesagt, dass man über bestimmte Erkenntnisse nicht reden dürfe, weil dies als Diskriminierung empfunden würde. Das ist sicher auch besser so.

  • Nun ja dieses ungewollte Ausscheiden aus dem Genpool kann in der Tat ebenfalls nur einem Mannsbild passieren:
    Ein Freier mit ein wenig "Standgas" war nach dem Besuch eines Freudenhauses immer noch ziemlich unbefriedigt. Sein Heimweg führte ihn am Zoo vorbei. Da dämmerte ihm, dass es dort ja viele richtig scharfe Miezen zum Vernaschen geben könnte. Also kletterte er über den Zaun in das Raubtiergehege. Dort wurde er allerdings von den scharfen Miezen dann selbst vernascht.

  • Männliche Wesen (Tierwelt eingeschlossen) haben ein anderes Verhältnis zum Risiko. Das ist individuell oft nicht lebensverlängernd - siehe Darwin-Preis -, insgesamt jedoch DER positive Treiber der Evolution.

    Wer jedoch mehr Risiko auf sich nimmt, muß im Erfolgsfall auch angemessen belohnt werden, angefangen beim größten Stück der Beute bis zur bewundernden Beachtung durch das Weibchen, die zur diesmal aktiven Stärkung des Genpools beiträgt.

    Mal sehen, wohin uns da der Zeitgeist noch führt, der solche Definitionen ja vehement ablehnt.

  • Ich gehe davon aus, dass diese wohl gezielt gestreute Meldung, die derzeit massiv durch die Gazetten geistert, in erster Linie dazu dienen soll, die unsäglich dumme "Frauen-Quote" in der Wirtschaft zu legitimieren.

    Mit Quoten kann sich die Politik auch in Zukunft noch jahrzehnte lang beschäftigen: Schwulen-Quote, Muslimen-Quote, Kopftuchträger-Quote, Quote für Kleinwüchsige, Quote für Behinderte usw. usw. usw. usw. Das Thema "Gleichberechtigung" ist also bei weitem noch nicht ausgereizt. Damit kann man noch so manches sozialistische Wahlprogramm mit befüllen. Stattdessen verkommt Deutschland mehr und mehr durch inkompetente Politik in allen Bereichen und IFO-Sinn spricht sogar vor dem absehbaren "Abschied als Wirtschaftsnation". Naja, hauptache die Quote stimmt...

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

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