Südkoreaner verteidigt seine Arbeit
Klonforscher Hwang wehrt sich gegen Fälschungsvorwürfe

Der südkoreanische Gentechnik-Pionier Hwang Woo Suk hat Vorwürfe der Fälschung seiner Forschungsergebnisse zurückgewiesen. Er werde deren Korrektheit nach weiteren Tests binnen weniger Tage nachweisen, erklärte Hwang am Freitag vor Journalisten in Seoul.

HB SEOUL. Trotzdem wolle er eine Veröffentlichung im Fachjournal „Science“ vom Mai wegen fehlerhafter Daten zurückziehen, sagte der Wissenschaftler. Es gebe aber keinen Zweifel, dass sein Team tatsächlich elf Stammzelllinien mit dem Erbgut kranker Menschen aus geklonten Embryos geschaffen habe. „Wir haben die Schlüsseltechnologie, sie (die Stammzellen) zu erzeugen“, ergänzte Hwang.

Ein ehemaliger Mitarbeiter Hwangs hatte am Donnerstag im koreanischen Fernsehen behauptet, dass es sich bei neun der elf in „Science“ beschriebenen Stammzellkulturen um Fälschungen gehandelt habe. Die Echtheit der beiden anderen sei zweifelhaft, sagte Roh Sung Il vom MizMedi-Krankenhaus in Seoul, das Hwangs Team mit Eizellspenden versorgt hatte. Hwang selbst habe ihm gegenüber die Manipulation von Daten für die Publikation in „Science“ eingestanden. Im vergangenen Jahr war es Hwangs Team als erstem in der Welt gelungen, einen menschlichen Embryo zu klonen und daraus Stammzellen zu gewinnen.

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