System hat 12 000 Menschen geholfen
Wettersatellit rettet weltweit Schiffbrüchige

Eine halbe Stunde in Not kann für den Betroffenen eine Ewigkeit bedeuten. Im schlimmsten Falle ist es eine halbe Stunde zu viel und jede Rettung kommt zu spät. Dank eines neuen europäischen Satelliten sind die Helfer nun 30 Minuten früher bei Schiffbrüchigen oder anderen Verunglückten.

HB DÜSSELDORF. Meteosat-8, der primär für die Wetterbeobachtung eingesetzt wird, empfängt ein Signal, das ein Rettungssender am Boden ausstrahlt. Der Wettersatellit hat damit ein Funkloch in dem schon länger bestehenden Rettungssystem geschlossen. In Not geratene Menschen müssen nicht mehr warten, bis ein anderer Satellit über sie hinweg fliegt und ihr Signal auffängt.

Meteosat-8 ist das jüngste Mitglied in dem seit 1982 bestehenden „Cospas-Sarsat“-System. Die beteiligten Satelliten empfangen Notrufmeldungen und leiten sie an Bodenstationen weiter, die dann die Rettungsteams vor Ort alarmieren. Ein Verunglückter, der mit einem Notrufsender ausgestattet ist, kann von jedem Punkt der Erde Hilfe herbeiholen. Die Satelliten ermitteln automatisch seine genaue Position.

Die Technik wird vor allem auf See eingesetzt. 30 Länder betreiben das Netzwerk, das seit seiner Einführung 12 000 Menschen geholfen hat. Seit Januar in der Umlaufbahn, hat Meteosat-8 seine Bewährungsprobe bestanden. Der modernste Cospas- Sarsat-Vertreter am Himmel empfing die Hälfte aller Notsignale weltweit. 41 Menschen konnten so gerettet werden; für acht war es zu spät.

1996 hat sich der Meteosat-Betreiber Eumetsat entschlossen, an dem Rettungssystem mitzuwirken. Alle neuen Wettersatelliten sollen mit entsprechenden Empfängern ausgerüstet werden. Der nächste geht 2005 ins All. Hinter Eumetsat stehen 18 europäische Staaten, die von den Satelliten ihre Wetterdaten beziehen.

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