Taprogge gilt weltweit als ein Spezialist für Wasserkreisläufe
Mit einer Schaumstoffkugel zum Erfolg

Das Geheimnis des Erfolgs kann hüpfen und schwimmen: eine murmelgroße Kugel aus Schwammgummi. So knuffig, dass sie Kindern in der Badewanne gut gefällt. Und nicht nur ihnen.

HB KÖLN. Auch Vorstände der Energieversorger auf der ganzen Welt setzen auf die Kugel. Vielleicht wissen sie es nicht einmal. Denn das Bällchen ist ebenso unscheinbar wie entscheidend für effiziente Prozesse in der Energiegewinnung. Und daher mittlerweile längst Standard.

Als Josef Taprogge vor über 50 Jahre am heimischen Küchentisch die ersten Exemplare der Kugel zurechtschnitt, ging es ihm nicht um Kinderbelustigung. Der umtriebige Kraftwerkstechniker hatte sich lediglich geärgert über die ständige Verschmutzung der Kondensatorrohre und den damit verbundenen Leistungsabfall seiner Turbine. Schließlich musste zur Säuberung das Kraftwerk am Wochenende abgeschaltet werden, damit lustlose Arbeiter mit langen Stangenbürsten die Rohre putzen konnten.

Frappierend einfach war dagegen Taprogges Idee: Kügelchen, im Durchmesser etwas größer als die Rohre selbst, schwimmen im Kühlwasserkreislauf mit – und reinigen so im laufenden Betrieb die Kondensator- Rohre von Kalk, Bakterien, Schleim, Sand und anderen Mikrofouling-Partikeln. So weit, so genial. Taprogge besaß eine patentierte Idee rund um einen Pfennigartikel und einen kaufmännisch cleveren Bruder – aber würde das reichen für den Aufbau eines prosperierenden Unternehmens? „Heute sind wir Weltmarktführer auf unserem Spezialgebiet, der Optimierung von Wasserkreisläufen in Kraftwerken“, sagt Detlef Taprogge, Sohn des Firmengründers, stolz. Tatsächlich haben die Schwammgummikugeln ein feines, kleines Imperium begründet: Die Taprogge GmbH in Wetter an der Ruhr genießt inzwischen Weltruf als kreativer Problemlöser in Sachen Wasser.

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