Technische Sorgen verzögern Abflug
Start der „Jules Verne“ erneut verschoben

Raumschiff mit Verspätung: Erneut musste die europäische Raumfahrtbehörde Esa den Start ihres unbemannten Raumtransporters Jules Verne verschieben. Keine guten Vorzeichen für das ehrgeizige Projekt, das Europas Raumfahrt ein Stück unabhängiger machen soll.

HB PARIS. Der Start ins All von Europas neuer Raumfähre „Jules Verne“ ist erneut verschoben worden. Die Raumfähre vom Typ „Automatisches Transferfahrzeug“ (ATV) wird erst am kommenden Sonntag mit einer Ariane-5-Rakete zur Raumstation ISS aufbrechen, 24 Stunden später als geplant.

Der Raumtransporter soll die ISS unter anderem mit Baumaterialien, Nahrungsmitteln, Wasser, Stickstoff und Sauerstoff versorgen sowie den auf der Station anfallenden Müll entsorgen.

Grund für die erneute Verschiebung seien mögliche Probleme mit der Technik der Raumfähre, teilte die Esa mit. Sorge bereitet den Esa-Technikern vor allem das Trennungssystem von ATV und Trägerrakete. „Wir wollen das System noch einmal überprüfen, damit alle Bedingungen perfekt sind“, sagte Esa-Sprecher Bernhard von Weyhe. Das Zeitfenster sei groß genug für die zusätzliche Kontrolle. Der Start ist nun für Sonntag um 04.59 Uhr geplant.

Mit dem ATV verschaffen sich die Europäer ihren ersten eigenständigen Zugang zur ISS. Mit seiner gewaltigen Nutzlast von 7,5 Tonnen wird der unbemannte High-Tech-Transporter ein zentraler Pfeiler für die Versorgung der Internationalen Raumstation.

Zwölf Jahre Entwicklungsarbeit und insgesamt 1,3 Milliarden Euro Kosten stecken in der zylinderförmigen Raumfähre. Für den Transport ins All ist eine eigene Spezialversion der Trägerrakete Ariane 5 nötig..

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