Technische Universität Wien
Roboter entschärfen Minen

Roboter-Experten an der Technischen Universität Wien arbeiten an einer neuen Methode, mit der Minen gefahrlos geräumt werden können.

HB DÜSSELDORF. Ziel der Wissenschaftler um Peter Kopacek, Professor am Institut für Handhabungsgeräte und Robotertechnik, ist es, den gesamten Prozess des Suchens, Ausgrabens und Entschärfens von Minen zu automatisieren. Das Forscherteam setzt dabei verschiedene Robotertypen ein, die die Minen aufspüren und beseitigen.

Bei der Suche nach den gefährlichen Waffen kommen besonders leichte Roboter zum Einsatz, denn viele Minen detonieren schon bei einer Belastung ab drei Kilogramm. Das Ausgraben aus dem Boden übernimmt dann eine robustere Variante der Maschine. Für den Transport zum Ort der Entschärfung werden weitere Typen benötigt – schließlich gibt es 700 verschiedene Modelle von Minen.

Die Roboter sollen sich - je nach Gelände - entweder mit Hilfe von Rädern und Ketten bewegen oder auf Beinen laufen. Zum Einsatz kommen sie stets in Schwärmen, um die minenverseuchte Gebiete zu durchkämmen. Die Roboter der Technischen Universität Wien sollen laut Peter Kopacek „intelligent“ sein – also in der Lage, unabhängig zu arbeiten. Ziel sei es, dass die Maschinen innerhalb der Gruppe miteinander kommunizieren und die Aufgaben ohne Steuerung durch Menschen erledigen.

Die Gefahr durch Minen ist immens: Weltweit sind mehr als 100 Millionen Stück vergraben, schätzt die Internationale Kampagne für das Verbot von Landminen. Jährlich kommen rund zwei Millionen neue hinzu. In jedem Monat sterben laut TU Wien zwischen 500 und 800 Menschen durch einen Tritt auf eine Mine, weitere 2000 werden durch sie verstümmelt. Die meisten Opfer sind Zivilisten.

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