Technologie
Elon Musk macht neugierig auf Tunnelbohrmaschine

Der Technologiepionier aus dem Silicon Valley steht heftig unter Druck, weil er einem Beratergremium des US-Präsidenten angehört. Er will dort weiter Trumps Positionen beeinflussen – und treibt gleichzeitig Technologieprojekte voran.
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Der Gründer des Elektroauto-Herstellers Tesla und Raketenproduzenten SpaceX, Elon Musk, streut zunehmend Hinweise auf ein weiteres Technologieprojekt. In der Nacht auf Samstag verbreitete der Milliardär aus Kalifornien ein Foto, das den Bau einer Tunnelbohrmaschine zu zeigen scheint.

Im Dezember vergangenen Jahres hatte Musk erstmals – vermeintlich scherzhaft – erklärt, eine solche Maschine bauen zu wollen. Er sei genervt von Staus, in denen er er mit seinem Auto feststecken bleibe. Als Firmennamen schlug er „Boring Company“ vor – was gleichzeitig „langweilige“ und „bohrende“ Firma bedeutet.

Beim Weltmarktführer für Tunnelbohrmaschinen sind die Ankündigungen Musks schon länger für bare Münze genommen worden. Das hatte Martin-Devid Herrenknecht, Sohn des Herrenknecht-Gründers Martin Herrenknecht und Vieze der Familienstiftung, dem „Handelsblatt“ in seinem ersten Interview bestätigt. „Es gibt Gerüchte, dass er bestimmte Technologien vorantreiben könnte, die wir seit langem auch beobachten, bei denen es aber keinen Durchbruch gegeben hat. Wir beobachten sehr genau, was er vorhat“, so Herrenknecht in dem Gespräch.

Ende Januar hatte Musk angedeutet, wo seine erste Tunnelbohrmaschine zum Einsatz kommen könnte. Er wolle nahe der SpaceX-Zentrale, die sich in der Nähe des Flughafens von Los Angeles befindet, das Experiment starten. Das jetzt veröffentlichte Foto scheint zu zeigen, wie weit fortgeschritten das Vorhaben ist.

Unterirdisch finden viele Kritiker Musks derzeit aber nicht sein Vorhaben, Tunnel zu bauen. Stattdessen kritisieren sie Musks Engagement in einem Beratergremium des US-Präsidenten Donald Trump – vor allem seit Erlass des umstrittenen Einreisestopps für Bürger aus sieben muslimischen Ländern. Doch Musk verteidigt sein Engagement damit, konkrete Verbesserungsvorschläge zu sammeln, die Kritik vorzubringen und auf Änderungen hinzuwirken.

Ein Treffen der Berater mit Trump hatte am Freitagnachmittag amerikanischer Zeit stattgefunden.

Martin Dowideit, Leiter Digitales, Handelsblatt.
Martin Dowideit
Handelsblatt / Leiter Digitales

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