Forschung + Innovation
Termiten schaffen den typischen Didgeridoo-Klang

Beißwütige Termiten sind nach Expertenansicht für den typischen Doppel-Klang der Didgeridoos australischer Ureinwohner verantwortlich. Traditioneller Weise würden die tönenden Blasrohre aus Eukalyptusholz gefertigt, das von Termitenlöchern durchsetzt sei.

dpa LONDON. Beißwütige Termiten sind nach Expertenansicht für den typischen Doppel-Klang der Didgeridoos australischer Ureinwohner verantwortlich. Traditioneller Weise würden die tönenden Blasrohre aus Eukalyptusholz gefertigt, das von Termitenlöchern durchsetzt sei.

So heißt es im britischen Wissenschaftsmagazin „New Scientist“ (Nr. 2 470, S. 19). Gerade dieses zufällige Lochmuster führe jedoch dazu, dass anders als bei „unbeschädigten“ Holzinstrumenten bei den Didgeridoos zusätzlich zur dunkel tönenden Grundfrequenz kaum höhere Obertöne erklängen, schreibt Noam Amir von der Universität Tel Aviv in Israel („Applied Acoustics“, Bd. 65, S. 1 181).

Geübte Didgeridoo-Spieler seien nun in der Lage, zusätzlich zur Grundfrequenz gezielt den neunten oder einen höheren Oberton zu erzeugen. Durch das Fehlen der dazwischen liegenden Obertöne höre es sich dann so an, als würden zwei Instrumente gleichzeitig gespielt, erläutert Amir.

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