Forschung + Innovation
Test-Methode für illegalen Genmais veröffentlicht

In der Affäre um illegal eingeführten US-Genmais gibt es nun ein offizielles Testverfahren. Wie die EU-Kommission am Montag in Brüssel mitteilte, hat das Gemeinsame Forschungungszentrum der EU die Testmethode überprüft und veröffentlicht.

dpa BRüSSEL. In der Affäre um illegal eingeführten US-Genmais gibt es nun ein offizielles Testverfahren. Wie die EU-Kommission am Montag in Brüssel mitteilte, hat das Gemeinsame Forschungungszentrum der EU die Testmethode überprüft und veröffentlicht.

Die EU hatte am 16. April für Lieferungen von Mais-Tierfutter aus den USA praktisch einen Importstopp verhängt. Lieferungen dürfen nur in der EU ausgeladen werden, wenn sie garantiert frei von dem verbotenen Genmais Bt10 des Schweizer Saargut-Herstellers Syngenta sind.

Ein Sprecher der Kommission sagte: „Wir erwarten nun, dass alle Exporte jetzt vorher getestet werden.“ Nach seinen Angaben übernimmt der Schweizer Syngenta-Konzern die Kosten für die Tests in unabhängigen Laboren. Nach wie vor unklar sei, ob neben Tierfutter auch Lebensmittel wie beispielsweise Maisöl verunreinigt sein könnten. Nach Kommissionsinformationen sind nur zwei Sorten Mais- Futtermittel betroffen. Sollte es neue Erkenntnisse geben, „müssen wir die Lage neu bewerten“, sagte er.

Seit 2001 sind nach Deutschland und in neun andere EU-Staaten verunreinigte Lieferungen gelangt. Bt10-Mais ist in der EU nicht zugelassen. Jährlich werden nach Brüsseler Angaben rund 3,5 Mill. Tonnen von so genanntem Maiskleberfutter auf Basis der zugelassenen Sorte Bt11 in die EU geliefert. Dies entspricht einem Marktwert von fast 350 Mill. Euro. Die Importe gehen vor allem in die Niederlande, nach Großbritannien und Spanien. Größere Mengen nehmen auch Deutschland, Irland und Portugal ab.

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