Testergebnis
Espresso-Maschinen können giftiges Blei abgeben

Teure Espresso-Maschinen bringen ein Dolce-Vita-Gefühl in Küche und Bar. Doch bergen diese Apparate auch eine große Gefahr für die Kaffeetrinker – wie eine Untersuchung des Bundesinstituts für Risikobewertung zeigt.
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HamburgTeure Espresso-Maschinen können laut einer Untersuchung des Bundesinstituts für Risikobewertung große Mengen giftigen Bleis abgeben. In dem Test hätten zwei von drei so genannten Siebträgermaschinen eine hohe Bleifreisetzung gezeigt, berichtete das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel" am Sonntag vorab.

Das Blei sei jeweils im Anschluss an die vorschriftsmäßige Entkalkung festgestellt worden. Die gemessenen Konzentrationen im Zubereitungswasser hätten bis zu hundertfach über dem technischen Richtwert gelegen, den ein europäisches Fachkomitee festgesetzt hatte.

Dem Bericht zufolge könnte das Blei in verunreinigten Bauteilen der Geräte stecken und von den säurehaltigen Entkalkungsmitteln herausgelöst werden. Parallel vom Bundesinstitut getestete Kaffeemaschinen mit Kapseln und Pads hätten Blei nur in Spuren abgegeben.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Eine Null-Information, von sämtlichen Medien ohne Hinterfragen und ohne Nutzen für die Leser veröffentlicht: Welche Geräte geben über welche Bauteile Blei ab? Und warum dürfen sie weiter im Handel bleiben? Warum werden die Verbraucher nicht geschützt? Die Tester und wie mit dem Ergebnis umgegangen wird, sind der eigentliche Skandal.

  • Das ist (in diesem fall) kein Problem der Medien. Die Bfr hat sich offenbar (wie aus anderen berichten hervorgeht) bewusst entschieden, die namen nicht zu veröffentlichen. Letzteres aber ist eine Unverschämtheit. Ein Institut, dessen Mitarbeiter ihr Gehalt aus Steuergeldern finanzieren sollten sich darüber klar sein, dass sie den Steuerzahlern (also den Bürgern) und nicht irgendwelchen Kaffeemaschinenherstellern Loyalität schulden.

  • Warum werden diese Firmen geschützt und die Herstellernamen nicht kommuniziert? Ohne diese Angabe kann man sich auch den den kompletten Beitrag sparen. Muss erst der erste Konsument ernsthaft erkranken, bevor etwas kommuniziert wird? Hier werden mal wieder die Hersteller zu Lasten der Verbraucher geschützt! Schade, dass (auch) das Handelsblatt dies nicht kritisch hinterfragt. Dafür sind Medien eigentlich auch da.

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