Tiere: Sensor zur Erforschung von Flussdelfinen entwickelt

Tiere
Sensor zur Erforschung von Flussdelfinen entwickelt

Mit einem neu entwickelten Ultraschallsensor wollen Forscher neue Erkenntnisse über den vom Aussterben bedrohten Ganges-Flussdelfin gewinnen.

dpa NEU DELHI. Mit einem neu entwickelten Ultraschallsensor wollen Forscher neue Erkenntnisse über den vom Aussterben bedrohten Ganges-Flussdelfin gewinnen. „Die Ergebnisse der Studie werden uns dabei helfen, Maßnahmen zur Erhaltung der Tiere in der oberen Ganges-Region und in anderen Lebensräumen der Delfine zu ergreifen“.

Das sagte Ravi Singh, Generalsekretär des indischen World Wide Fund for Nature (WWF) am Donnerstag in Neu Delhi.

Der blinde Ganges-Flussdelfin orientiert sich mittels Ultraschalllauten. Wissenschaftler der Universität Tokio hatten das System in den vergangenen Monaten gemeinsam mit indischen Kollegen bereits erprobt. Mit dem Hydrophon können Ultraschall-Töne der Tiere aus bis zu einem Kilometer Entfernung aufgezeichnet werden. Am Computer lassen sich aus den Daten die Bewegungen der Delfine nachvollziehen. Über die Zahl und das Sozialverhalten der Delfine ist bisher wenig bekannt, weil das trübe Wasser des Ganges Beobachtungen erschwert.

Die Vereinten Nationen (UN) haben für 2007 das „Jahr des Delfins“ ausgerufen. In einer weltweiten Kampagne soll auf die starke Bedrohung der Säuger aufmerksam gemacht werden. Der chinesische Flussdelfin Baiji beispielsweise ist möglicherweise bereits ausgestorben. Ein internationales Forscherteam fand Ende vergangenen Jahres bei einer mehrwöchigen Expedition auf dem Jangtse kein einziges Exemplar.

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