Tipps zum Fahrradkauf
Einige Räder halten einfach länger

Wer mit dem Fahrrad zu Arbeit fährt, sollte auf beim Kauf auf Qualität achten. Denn viele Räder halten eine dauerhafte Belastung nicht aus. Das Ökoinstitut hat eine Top-Ten-Liste mit den nach seiner Ansicht besten Rädern zusammengestellt.

hsn DÜSSELDORF. Wer sich im Frühjahr mal wieder auf sein geliebtes Fahrrad schwingen will, erlebt oft eine böse Überraschung. Häufig funktionieren nach der Winterpause Licht und Bremsen nicht mehr richtig, die Schaltung rattert oder der Reifen ist platt. Probleme, mit denen sich Radfahrer leider häufig herumschlagen müssen. Denn bei den meisten Rädern lassen Qualität und Sicherheit zu wünschen übrig: Rund 15 Prozent aller Produkte, die jedes Jahr neu auf den deutschen Markt kommen, taugen nicht einmal für die Zulassung im Straßenverkehr, urteilt ein Experte. „Während beim Autokauf Qualitäts- und Sicherheitsaspekte zu den entscheidenden Auswahlkriterien zählen, spielen sie bei Fahrrädern meist gar keine Rolle“, hat Carl-Otto Gensch vom Öko-Institut festgestellt.

Um den Kauf von Fahrrädern zu erleichtern, hat das Forschungsinstitut im Internet eine Auswahl an wartungsarmen, sicheren und zugleich komfortablen Fahrrädern zusammengestellt, die für den Einsatz in der Stadt und für Radtouren auf dem Land geeignet sind. Die so genannte Eco-Top-Ten-Liste gibt es im Internet unter der Adresse www.ecotopten.de. Eco-Top-Ten ist eine Initiative, die das Öko-Institut initiiert hat, um Verbraucher bei der Auswahl von nachhaltigen Produktinnovationen zu unterstützen.

„Damit das Radfahren auch auf Dauer Spaß bringt, sollte man beim Fahrradkauf unbedingt auf Qualität, individuelle Lösungen und ausführliche Beratung im Fachhandel setzen“, betont Carl-Otto Gensch. Denn jedes Rad hat seinen eigenen Charakter – „ob es zu einem persönlich passt, hängt von vielen Faktoren ab, zum Beispiel von den Körperproportionen, den Fahrgewohnheiten oder welche Strecken damit zurückgelegt werden sollen“, sagt der Forscher.

Fahrräder, die Eco-Top-Ten empfiehlt, sind mit Komponenten ausgestattet, die die Sicherheit gegenüber Durchschnittsrädern deutlich erhöhen. Dazu gehören ein Nabendynamo, der auch bei Regen verlässlich Licht gibt, Vorder- und Rücklicht mit Standlichtfunktion sowie ein hochwertiges Bremssystem. Sofern das Rad mit Felgenbremsen ausgerüstet ist, besitzen die Felgen einen Verschleißindikator, der anzeigt, wann sie ausgewechselt werden müssen.

Eco-Top-Ten-Räder sind zudem besonders wartungsarm, da sie mit einer Nabenschaltung ausgestattet sind. Federgabeln und Scheibenbremsen sind bei Eco-Top-Ten dagegen ausgeschlossen. Ein geschlossener Kettenkasten schützt nicht nur die Kleidung des Radfahrers, sondern auch die Kette vor Verschmutzungen und Verschleiß.

Zum guten Fahrkomfort trägt die Reifenbreite mit mindestens 37 Millimetern bei. Damit die Räder auch alltagstauglich sind, dürfen sie bei Eco-Top-Ten nicht mehr als 18 Kilogramm wiegen. So lassen sie sich gut tragen, zum Beispiel in den Keller oder bei einer Fahrt im öffentlichen Nahverkehr. Alle empfohlenen Fahrräder besitzen schließlich Schutzbleche sowie Gepäckträger mit einer Traglast von mindestens 25 Kilogramm.

Eine Orientierung über die wichtigsten technischen Kriterien, die beim Fahrradkauf beachtet werden sollten, gibt es unter www.ecotopten.de/download als PDF-Datei.

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