Forschung + Innovation
Transplantierte Netzhaut lässt Erblindete sehen

Eine fast erblindete Amerikanerin kann dank einer Netzhaut-Transplantation wieder lesen. Bereits vor mehr als zwei Jahren hatten Ärzte der Patientin, die an der erblichen Netzhautdegeneration Retinopathia pigmentosa litt, Retina-Zellen eines Fötus in ein Auge verpflanzt.

dpa LONDON. Eine fast erblindete Amerikanerin kann dank einer Netzhaut-Transplantation wieder lesen. Bereits vor mehr als zwei Jahren hatten Ärzte der Patientin, die an der erblichen Netzhautdegeneration Retinopathia pigmentosa litt, Retina-Zellen eines Fötus in ein Auge verpflanzt.

Die Zellen wuchsen an und verbesserten die Sicht der Frau um das Zehnfache, wie das britische Magazin „New Scientist“ (Nr. 2 471, S. 16) berichtet. Sie sehe nicht perfekt, aber genug, um zu lesen, Computerspiele zu spielen und E-Mails zu schreiben.

Weitere sechs Patienten seien mittlerweile ebenfalls mit Erfolg auf diese Weise behandelt worden, schildert Robert Aramant von der Universität Louisville im US-Staat Kentucky. Kritiker hatten kurz nach der ersten Transplantation erwartet, dass der Besserungserfolg nur vorübergehend sei. „Aber wir haben den Weg gezeigt: Es ist möglich, unheilbare Krankheiten rückgängig zu machen“, sagte Aramant. Doch auch von anderer Seite schlägt den Ärzten Kritik entgegen, denn die Netzhaut-Zellen stammen von abgetriebenen Föten.

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