Trends auf der Photokina
Fotografieren nach der Revolution

Das Pixelrennen ist vorbei. Jetzt zählen Innovationen, die das digitale Fotografieren erleichern. Die neuen Kameras, die auf der Photokina gezeigt werden, haben größere Displays und Touchscreens, verschicken ihre Bilder per W-Lan und erstellen sogar Videos.

DÜSSELDORF. Die Revolution in der Fotografie ist vorbei, der Wechsel auf Digital längst auch bei den Profikameras vollzogen. Innovationen gibt es nur noch im Detail – diese scheinen jedoch auszureichen, um dem Markt auch 2008 ein weiteres Wachstum zu bescheren. Die Branche rechne in diesem Jahr in Deutschland mit einem Absatz von mehr als neun Millionen Kameras (2007 wurden 8,8 Millionen verkauft), sagte der Vorsitzende des Photoindustrie-Verbandes, Helmut Rupsch, im Vorfeld der Photokina 2008, die ab Dienstag nächster Woche in Köln veranstaltet wird.

Da Digitalkameras insgesamt immer billiger werden, fällt das Umsatzwachstum allerdings etwas geringer aus. Im vergangenen Jahr erreichte die Foto-Branche insgesamt einen Umsatz von mehr als 10 Mrd. Euro, zwei Prozent mehr als 2006. Im laufenden Jahr werden ein bis zwei Prozent Wachstum erwartet.

Digitale Spiegelreflexkameras sind der Wachstumstreiber. Sie machen bisher einen Anteil von elf Prozent an den verkauften Kameras aus. Weil sie deutlich teurer sind als die Kompakten, liegt ihr Umsatzanteil bei 36 Prozent. Damit Spiegelreflexkameras den Massenmarkt erreichen, müssen sie leichter und kompakter werden. Olympus und Panasonic wollen dies dadurch zu erreichen, dass sie auf den Spiegelkasten verzichten. Der optische Sucher wird durch einen elektrischen Sucher ersetzt.

Eine weitere wichtige Innovation bei den Spiegelreflexkameras ist die Integration einer Videofunktion – dies war bislang die Domäne der Kompaktkameras. Nikon präsentiert auf der Messe die D90. „Mit dieser Kamera kann man schnell mal draufhalten, um eine Videosequenz aufzunehmen“, sagt Nikon-Sprecher Markus Hillebrand.

Die Profikamera von Canon, die EOS 5D Mark II, nimmt Videos sogar in Full-HD-Qualität auf – mit 1 920 x 1 080 Pixeln und mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde. „Durch den Vollformat-CMOS-Sensor erhalten die Videos eine Bildwirkung, wie sie von Kinoproduktionen bekannt sind“, schwärmt ein Canon-Sprecher. Es könne hierbei sogar mit der Unschärfe in Vorder- und Hintergrund „gespielt“ werden. Eine Möglichkeit, die selbst hochwertige Camcorder nicht bieten. Während des Filmens können auch Einzelfotos geschossen werden, wobei die Filmsequenz für eine Sekunde unterbrochen und dann automatisch fortgesetzt wird.

Die Branche ist zuversichtlich, dass das Mengenwachstum auch bei den Kompakten weiter anhält. Bislang haben etwas mehr als 50 Prozent der deutschen Haushalte eine Digitalkamera gekauft. Mit Innovationen im Design und bei der Bedienung gelinge es nicht nur, die Marktpenetration zu erhöhen, sondern auch ältere Digikams zu ersetzen, ist Ricky Stewart zuversichtlich, der bei Samsung Marketing- und Vertriebschef für Deutschland ist.

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