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Tsunami-Beben ließ Wellen noch in Kanada und Peru steigen

Das verheerende Tsunami-Beben vor Sumatra hat die Wellen an den Küsten von Kanada und Peru höher steigen lassen als an manchem Ort im Indischen Ozean selbst. Der Tsunami lief mehrmals um den Globus und transportierte dabei einen erheblichen Teil der Beben-Energie bis in ferne Gebiete.

dpa WASHINGTON. Das verheerende Tsunami-Beben vor Sumatra hat die Wellen an den Küsten von Kanada und Peru höher steigen lassen als an manchem Ort im Indischen Ozean selbst. Der Tsunami lief mehrmals um den Globus und transportierte dabei einen erheblichen Teil der Beben-Energie bis in ferne Gebiete.

Das berichten Vasily Titov von der US-Meeresforschungsbehörde Noaa und Kollegen im Fachjournal „Science“. Die Ausbreitung der Wellen war demnach stark gerichtet. So schwappte etwa das Wasser bei den Kokosinseln 1 700 Kilometer südlich vom Epizentrum nur 30 bis 50 Zentimeter hoch, während die Wellen an den vergleichbar weit entfernten Küsten von Indien und Sri Lanka rund zehn Mal höher stiegen.

Selbst im 19 000 Kilometer entfernten Callao in Peru und sogar im 24 000 Kilometer entfernten Halifax an der kanadischen Atlantikküste wurden mehr als einen halben Meter hohe Wellen registriert.

Im Nordatlantik und Nordpazifik kamen die höchsten Wellen zum Teil erst einen Tag nach dem anfänglichen Tsunami an. Obwohl nach dem Sumatra-Beben außerhalb des Indischen Ozeansbeckens keine direkten Tsunami-Schäden beobachtet worden seien, zeige die Untersuchung, dass die Energie lokaler Erdbeben sehr weit durch die Weltmeere transportiert werden könne, betonen die Forscher.

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