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Tsunami war nicht von Erdrutsch ausgelöst

Der Tsunami, der vergangene Weihnachten die Küsten Asiens heimgesucht hat, wurde nach einer Untersuchung französischer Forscher nur von einer tektonischen Erdbewegung ausgelöst. Es habe keinen gewaltigen Erdrutsch im Indischen Ozean gegeben.

dpa PARIS. Der Tsunami, der vergangene Weihnachten die Küsten Asiens heimgesucht hat, wurde nach einer Untersuchung französischer Forscher nur von einer tektonischen Erdbewegung ausgelöst. Es habe keinen gewaltigen Erdrutsch im Indischen Ozean gegeben.

Das erklärte der Geophysiker Jean-Claude Sibuet des Forschungsinstituts Ifremer, der das Projekt „Sumatra Aftershocks“ leitet. Das Beben vor der Küste Sumatras und der anschließende Tsunami hatten 200 000 Menschen das Leben gekostet.

Bei dem Beben hatte sich die Indisch-Australische Erdplatte etwa 15 Meter unter die Eurasische Platte geschoben. Der Bruch setzte sich in etwa zehn Minuten bis in den Golf von Bengalen nördlich der Andamanen fort. Sibuet konnte mit seinen Forschern von Bord des Polarforschungsschiffes „Marion Dufresne“ aus nur wenige kleine Erdrutsche feststellen. „Die Sumatra-Verwerfung hat sich nicht bewegt. Sie steht immer noch unter Spannung und kann sich von einem Tag auf den anderen entladen“, sagte Sibuet. Vor der Nordspitze Sumatras seien die Sedimente derart erschüttert worden, dass sie sich fast verflüssigt hätten.

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